Neustart für Fairunterwegs: Gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft des Reisens
Am 21. April 2026 hat die Mitgliederversammlung von Fairunterwegs, einer wichtigen Anlaufstelle für verantwortungsbewusstes Reisen, entschieden, die Organisation fortzuführen. Diese Entscheidung fiel nach intensiven Diskussionen und zeigt das Engagement der Mitglieder, die Arbeit im Bereich verantwortungsvoller Tourismus zu sichern. Fairunterwegs hat sich über die Jahre hinweg für nachhaltiges Reisen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, lokale Wertschöpfung und nachhaltige Entwicklung eingesetzt. Um diese Ziele weiterhin zu verfolgen, wird die Geschäftsstelle im Mandatsmodell von Swiss Fair Trade betrieben.
Die finanzielle Situation war jedoch angespannt, da Rückzüge wichtiger Geldgeber, wie der DEZA, Ende 2025 zu erheblichen finanziellen Engpässen führten. Dies führte zur vorläufigen Einstellung des Betriebs und der Entlassung der fünfköpfigen Belegschaft. Die Rettung von Fairunterwegs erfolgt nun durch ein neues Mandatsmodell, das unter dem Dach des Dachverbands Swiss Fair Trade operiert. Die Mitgliederversammlung stimmte dem Plan zur Weiterführung von Fairunterwegs zu, was ein Lichtblick für die gesamte Branche darstellt.
Neuausrichtung und neue Gesichter
Im Zuge der Neuausrichtung wurden die Statuten überarbeitet und ein neuer Vorstand gewählt. Dieser setzt sich zusammen aus Hans-Peter Egler, einem Experten für internationale Projektarbeit, Claudio Juen, einem Spezialisten für Menschenrechte und Nachhaltigkeit im Tourismus, Susanne Reber, Fachfrau für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Globalen Süden, und Tobias Meier, Präsident von Swiss Fair Trade und Kenner der «Tourism for SDGs»-Initiativen. Diese neuen Gesichter bringen frischen Wind und wertvolles Know-how in die Organisation.
Das Hauptziel der Neuausrichtung ist es, die bestehenden Strukturen effizient zu nutzen und gezielte Synergien zu schaffen. Dabei soll die Kontinuität der bisherigen Arbeit gewährleistet und gleichzeitig Raum für neue Entwicklungen geschaffen werden. Fairunterwegs plant, die Sichtbarkeit und Erlebbarkeit von verantwortungsvollem Tourismus zu erhöhen. Geplante Projekte werden sich insbesondere auf die Stärkung von Nachhaltigkeit und Menschenrechten in der Tourismusbranche konzentrieren.
Ein starkes Netzwerk für die Zukunft
Ein starkes Netzwerk soll aufgebaut werden, um Nachhaltigkeit und Menschenrechte in der Branche zu fördern. Das Portal von Fairunterwegs wird Reisenden konkrete Wege für faires Reisen aufzeigen und die lokale Wertschöpfung unterstützen. So bleibt das Know-how über menschenwürdige Arbeitsplätze und ökologische Verantwortung im Tourismus in der Schweiz erhalten. Die neue Führung plant, sich nach den Sommerferien aktiv an die Branche zu wenden und bestehende Partnerschaften zu sichern und auszubauen.
Die Entwicklungen rund um Fairunterwegs sind nicht nur für die Organisation selbst, sondern für die gesamte Reisebranche von großer Bedeutung. Die Neuausrichtung bietet eine Chance, den verantwortungsvollen Tourismus neu zu beleben und auf eine nachhaltige Zukunft hinzuarbeiten. In einer Zeit, in der nachhaltiges Reisen immer mehr in den Fokus rückt, könnte dies der entscheidende Schritt sein, um den Herausforderungen der Branche gerecht zu werden.
