Prognose für Geschäftsreisen 2026: Europa erwartet 404 Milliarden Euro Ausgaben trotz stagnierender Reisezahlen
Heute ist der 4.11.2026 und in der Welt der Geschäftsreisen tut sich einiges. Die Prognosen zeigen eine anhaltend robuste Nachfrage nach Reisen aus geschäftlichen Gründen. Laut einer aktuellen Studie der Global Business Travel Association (GBTA) wird für 2026 ein Ausgabenwachstum von 7 % auf satte 404 Milliarden Euro in Europa erwartet. Das ist ein echtes Pfund, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Reisen nur um 0,7 % steigen soll. Das bedeutet, dass Unternehmen bereit sind, mehr Geld auszugeben, obwohl sie nicht unbedingt mehr reisen werden. Irgendwie paradox, oder?
Die GBTA hat den Global Business Travel Index, der bereits seit 18 Jahren besteht, genutzt, um tief in die Trends und Entwicklungen des Marktes vorzudringen. Mit einer weltweiten Befragung von über 4.700 Geschäftsreisenden im Mai 2026 wurden spannende Einblicke gewonnen. So wird erwartet, dass die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen 2026 um 7,2 % steigen und insgesamt 1,52 Billionen Euro erreichen. Das ist nicht nur ein bisschen Kleingeld. Europa wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und soll rund 27 % der globalen Ausgaben ausmachen – gemeinsam mit Nordamerika an der Spitze!
Die beliebtesten Reisegründe und Reisemuster
Was treibt die Leute eigentlich auf Reisen? Die Antwort ist simpel: Kundentermine, Vertriebs- und Account-Management-Termine stehen ganz oben auf der Liste. Aber auch Schulungen, Projektarbeit und Konferenzen sind wichtige Gründe, warum die Koffer gepackt werden. Bei den Reisenden selbst zeigt sich ein interessantes Bild. 74 % der Befragten erwarten, dass sie 2026 genauso häufig oder sogar häufiger reisen werden als im Jahr davor. Das heißt, die Reiselust ist ungebrochen!
Was den Reisestil betrifft, so haben 57 % der Geschäftsreisen 2025 mindestens eine Übernachtung umfasst, wobei mehrtägige Reisen im Schnitt 3,6 Nächte dauerten. Die Verkehrsmittelwahl ist ebenfalls spannend: 43 % der Reisenden setzen auf das Auto, gefolgt vom Flugzeug mit 34 % und der Bahn mit 25 %. Die meisten, nämlich 58 %, flogen mit einer Full-Service- oder etablierten Airline – das spricht für ein gewisses Bedürfnis nach Komfort, auch auf Dienstreisen.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen in den Metropolen
Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Geschäftsreiseausgaben sind enorm. Eine GBTA-Studie hat die Effekte in 25 bedeutenden internationalen Städten untersucht. Berlin, London, Paris und Co. profitieren nicht nur direkt von den Reisenden, sondern auch deren Zulieferer, Beschäftigte und öffentliche Haushalte. Wenn man sich die Zahlen ansieht, wird der Einfluss schnell klar: London hatte 2024 direkte Ausgaben von 11,2 Milliarden Pfund, was eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von etwa 18 Milliarden Pfund zur Folge hatte. Das sind stolze 98.051 Arbeitsplätze, die dadurch unterstützt wurden! Auch Frankfurt glänzt mit 4,2 Milliarden Euro an direkten Reiseausgaben und einer Wertschöpfung von 6,2 Milliarden Euro.
Insgesamt ist der europäische Markt für Geschäftsreisen stabil und zeigt ein starkes Wachstumspotenzial. Deutschland bleibt mit erwarteten 79,9 Milliarden Euro der größte europäische Geschäftsreisemarkt, gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Da tut sich was! Es ist schön zu sehen, dass trotz aller Herausforderungen, denen die Branche in den letzten Jahren gegenüberstand, die Geschäftsreisen wieder im Kommen sind. Und das auf eine Art und Weise, die uns alle irgendwie optimistisch in die Zukunft blicken lässt.
