Heute ist der 7.06.2026 und die Reisebranche zeigt sich in einem recht gemischten Licht. Es ist ein bisschen wie ein Puzzle, bei dem die Teile nicht so recht zusammenpassen wollen. Michael Mettler, ein Reiseexperte von Helbling Reisen aus Gossau, hat einige spannende Einblicke in die aktuellen Trends. Die steigenden Kerosinpreise sorgen für ein gewisses Zögern bei vielen Reisenden, und das ist ganz klar zu spüren. Was vor einem Jahr noch als selbstverständlich galt, ist jetzt nicht mehr so leicht zu haben. Viele Ostschweizer scheinen in diesem Jahr bei ihren Herbstreisen die klassischen Mittelmeer-Destinationen zu bevorzugen, während im Sommer die Reiselust eher gering war.

Wenn man sich die aktuelle Lage anschaut, wird schnell deutlich, dass kühlere Ziele wie Skandinavien an Beliebtheit gewinnen. Es ist fast so, als ob die Menschen nach einem etwas anderen Abenteuer suchen. Diese allgemeine Zurückhaltung wirkt sich auf die Nachfrage nach Sommerferien aus – das merkt man deutlich. Helbling Reisen verzeichnet im Sommergeschäft einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Grund dafür sind die negativen Schlagzeilen über den Mittleren Osten und die Unsicherheiten bezüglich Energiepreisen und Flugkosten. Man fragt sich, was die nächsten Monate bringen werden.

Trendwende im Reisemarkt

Die Buchungsrückgänge sind vor allem in Destinationen im Mittleren Osten und im östlichen Mittelmeerraum zu spüren. Gleichzeitig haben die westlichen Mittelmeerregionen, wie etwa Spanien und Italien, zulegen können. Ein bisschen ironisch, oder? Trotz der steigenden Kerosinkosten haben nur wenige Fluggesellschaften ihre Preise angepasst, was die Gesamtkosten der Reisen nicht erheblich erhöht hat. Allerdings sind die Preissteigerungen in den beliebten westlichen Mittelmeerregionen nicht zu übersehen. Griechenland bietet dagegen aktuell attraktive Angebote, die viele Reisende anlocken könnten.

Die Nachfrage nach Fernreisen nimmt wieder zu, was einen positiven Lichtblick in dieser gemischten Lage darstellt. Mettler selbst hat bereits einige Anfragen für Reisen im Winter 2026/27 und 2027 erhalten – das zeigt, dass die Planungszeit der Kunden länger wird. Man könnte fast sagen, dass die Reisenden ein wenig zurückhaltend, aber dennoch optimistisch sind, was die Zukunft betrifft.

Preise und Rechte der Reisenden

Doch was passiert, wenn die Preise tatsächlich steigen? Laut aktuellen Berichten führen die steigenden Kerosinkosten auch zu höheren Flugpreisen – und zwar nicht zu knapp. Airlines wie Air France-KLM haben bereits die Preise für Langstrecken-Economy-Tickets um 50 Euro pro Hin- und Rückflug erhöht. Auch Lufthansa und Ryanair warnen vor weiteren Preiserhöhungen. Es ist, als würde jeder Schritt in die Sonne mit einem zusätzlichen Preis verbunden sein.

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Reisende sollten sich jedoch auch über ihre Rechte im Klaren sein. Bei Pauschalreisen dürfen Veranstalter die Preise erhöhen, wenn dies vertraglich festgelegt ist – aber maximal um 8% und mit rechtzeitiger Mitteilung. Airlines können Flüge bis zu 14 Tage vor Abflug annullieren, ohne Entschädigungspflicht. Das ist ein bisschen wie ein Glücksspiel, oder? Und ja, bei einer Annullierung haben Passagiere Anspruch auf Ersatzflug oder Erstattung, was zumindest ein kleiner Trost ist.

Abschließend sollte man auch die flexiblen Stornobedingungen bei Unterkünften und Mietwagen im Blick behalten. Man weiß ja nie, wann der nächste Sturm aufzieht. Die Unsicherheiten sind groß, aber die Sehnsucht nach dem nächsten Abenteuer bleibt ungebrochen. Und wer weiß? Vielleicht wird der nächste Urlaub ein ganz besonderes Erlebnis – egal, ob in der Nähe oder in der Ferne.