Heute ist der 6.05.2026 und in der Reisebranche sind die Wellen hochgeschlagen. Die Abhängigkeit von mobilen Endgeräten, gerade bei Geschäftsreisen, ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Damit einher gehen neue Sicherheitsrisiken, die nicht ignoriert werden dürfen. Fluggesellschaften spannen nun einen schärferen Sicherheitsgürtel um ihre Passagiere und deren Technik. Die Vorschriften für Powerbanks und Lithium-Ionen-Batterien wurden drastisch verschärft, und das aus gutem Grund.
American Airlines beispielsweise führt ab dem 1. Mai 2026 neue Richtlinien ein. Jeder Passagier darf maximal zwei Powerbanks mitführen, und das Limit beträgt jeweils 100 Wattstunden (Wh). Diese kleinen Kraftpakete müssen während des Fluges in Sichtweite bleiben – das Aufladen ist strengstens untersagt. Auch Delta Air Lines zieht mit identischen Beschränkungen nach, während Southwest Airlines nur eine Powerbank pro Passagier erlaubt. United Airlines erlaubt die Mitnahme im Handgepäck, untersagt jedoch die Aufbewahrung im aufgegebenen Gepäck. Die Lufthansa Group hat bereits im Januar 2023 ähnliche Maßnahmen ergriffen.
Die Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus
Die Federal Aviation Administration (FAA) hat im Jahr 2025 insgesamt 97 Vorfälle mit Lithium-Batterien in Flugzeugen registriert, wobei 82 davon auf Passagierflügen stattfanden. Ein erschreckender Teil dieser Vorfälle wurde durch Powerbanks oder Batteriepacks verursacht. Und obwohl solche Situationen selten sind, wie etwa der schwerwiegendste Unfall am Flughafen Busan, bei dem eine Powerbank in einem Gepäckfach entzündete, können die Folgen katastrophal sein. Erfreulicherweise konnten alle 176 Insassen des betroffenen Flugzeugs sich retten, da es noch am Boden war.
Die Sorgen um Lithium-Ionen-Akkus sind nicht unbegründet. Diese Akkus sind in so vielen Geräten wie Smartphones, Laptops und sogar Elektroautos verbreitet. Berichte über Brände und Explosionen sind zwar selten, doch die Bedrohung für Unternehmen wächst. Stephanie Thomas von FM hat darauf hingewiesen, dass es ein Missverständnis über die Gefahren dieser Akkus gibt. Ihr Unternehmen hat im Oktober umfassende Richtlinien zur Schadensverhütung veröffentlicht. Vor der Veröffentlichung fehlten klare Brandschutznormen in der Branche, was die Sicherheit weiter gefährdete.
Praktische Sicherheitstipps für Reisende
Die FAA meldet ein bis zwei Vorfälle pro Woche mit erhitzten Lithium-Ionen-Akkus an Bord von Flugzeugen. Das Risiko mag gering erscheinen, aber die potenziellen Folgen sind erschreckend. In München etwa musste die Besatzung einen aufblähenden Handy-Akku aus dem Flugzeug werfen, was alles andere als ein angenehmes Erlebnis war. Daher ist es wichtig, auf einige grundlegende Tipps zu achten: Informieren Sie sofort die Crew, wenn ein Akku aufbläht oder überhitzt. An Bord gibt es feuerfeste Behälter für den sicheren Umgang mit solchen Akkus. Achten Sie darauf, nur qualitativ hochwertige Akkus zu verwenden und das richtige Ladegerät dafür zu benutzen. Beschädigte Akkus haben in Ihrem Gepäck nichts verloren.
Ein weiteres kluges Vorgehen ist, Akkus mit einem Ladezustand von etwa 30 % zu transportieren. Das minimiert das Brandrisiko erheblich. Und falls Sie oft auf Reisen sind, sollte Ihr Unternehmen jetzt seine Reiserichtlinien überarbeiten und die Mitarbeiter über neue Sicherheitsstandards informieren.
Die Forschung zu alternativen Akkutechnologien wie Natrium-Ionen-Akkus zeigt vielversprechende Ansätze, auch wenn deren Sicherheit noch nicht abschließend untersucht wurde. Bis dahin sollten wir uns unserer Verantwortung bewusst sein – nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Sicherheit unserer Mitreisenden. Also, beim nächsten Trip: Augen auf und Technik im Griff!