Heute ist der 19.05.2026, und in der Welt der Schweizer Hotels gibt es wieder einmal viel zu berichten. Die Luft scheint ein wenig drückend zu sein, besonders für die Hoteliers, die zunehmend unter Druck geraten. Laut einer aktuellen Untersuchung von Hotelleriesuisse sehen sich viele Hotels mit Preisunterbietungen auf Online-Buchungsplattformen konfrontiert. Ja, das liebe Internet! Während es auf der einen Seite eine goldene Brücke für die Buchungen ist, wird es auf der anderen Seite zum Stolperstein, wenn es um die Preisgestaltung geht.
Ein Blick auf die Zahlen macht die Lage deutlich: Rund 50% der befragten Hotels gaben an, dass ihre Preise auf Plattformen wie Booking.com oder Expedia unterboten wurden. Im Vorjahr waren es noch 40%. Das ist ein sprunghafter Anstieg und zeigt ein klar wachsendes Problem. Besonders alarmierend ist, dass in 83% der Fälle die Hotels den günstigeren Preisen nicht zugestimmt haben. Man fragt sich, wie lange das gut gehen kann, wenn Hoteliers gezwungen sind, ihre Direktpreise zu senken, um konkurrenzfähig zu bleiben. Es könnte sich eine Abwärtsspirale entwickeln, die kaum aufzuhalten ist.
Die Rolle der Online Travel Agencies
Die Online Travel Agencies (OTAs) sind zwar wichtige Vertriebspartner, aber sie bringen auch wachsende Herausforderungen mit sich. Immerhin laufen rund ein Drittel aller Buchungen über diese Plattformen. Das ist ein erheblicher Anteil, und trotzdem hat die direkte Buchung über die Hotels selbst noch eine beachtliche Quote von 58,5%. Es gibt sogar einen kleinen Lichtblick: Echtzeitbuchungen über hoteleigene Webseiten sind von 7,5 Prozent im Jahr 2015 auf 20,9 Prozent gestiegen. Ein positives Zeichen in einem sonst eher angespannten Markt.
Christian Hürlimann, der Direktor von Hotelleriesuisse, hebt die Bedeutung digitaler Direktbuchungskanäle hervor. Doch der Schock sitzt tief. Fast 30% der Hotels berichten von konkreten Eingriffen in ihre Direktpreise. Und das, obwohl Preisparitätsklauseln inzwischen verboten sind! Die Plattformen finden immer wieder Wege, die Preise indirekt zu beeinflussen, sei es durch Rankings, Sichtbarkeit oder Rabattprogramme. Ein ganz schöner Spagat für die Hoteliers, die sich bemühen, ihre Preise transparent zu halten.
Multi-Sourcing und seine Herausforderungen
Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem ist das sogenannte Multi-Sourcing. Über die Hälfte der befragten Hotels ist davon betroffen, was die Kontrolle über Preise und Angebote erschwert. Im Jahr 2023 waren es sogar 42 Prozent. Das führt nicht nur zu mangelnder Preistransparenz, sondern auch zu Schwierigkeiten in der direkten Kommunikation mit den Gästen. Man fragt sich, wie die Hotels das alles meistern sollen, wo sie doch ohnehin schon am Limit arbeiten.
Mit einer Marktkonzentration, bei der Booking.com über 70% der Online-Buchungen ausmacht und Expedia etwa 15%, wird es für die Hotels immer schwieriger, eigene Konditionen durchzusetzen. Hotelleriesuisse plant daher Maßnahmen, um den Betrieben zu helfen. Das umfasst Beratungsangebote und rechtliche Unterstützung. Und das ist dringend nötig, denn die Unsicherheit ist groß. Etwa 46 Prozent der Betriebe sind sich unsicher, ob ihre OTA-Verträge Preisparitätsklauseln enthalten, was das Ganze noch komplizierter macht.
Die jüngste Umfrage, die auf 171 Schweizer Hotelbetrieben basiert, zeigt, dass dieser Druck nicht nachlassen wird. Die Herausforderungen sind enorm, aber die Hoffnung auf eine Verbesserung bleibt. Vielleicht finden die Hoteliers einen Weg, sich aus dieser prekären Lage zu befreien. Man kann nur hoffen, dass die kreativen Köpfe in der Branche bald Lösungen finden, um die eigene Preisgestaltung zu schützen und die direkte Kommunikation mit den Gästen zu stärken. Schließlich möchten wir doch alle, dass die Schweizer Hotels in ihrer Vielfalt bestehen bleiben und weiterhin unsere schönen Aufenthalte unvergesslich machen!