Schweizer Tourismus im Wandel: Roger Federer geht, neue Wege für die Herbstkampagne
Heute ist der 6.09.2026, und es gibt Neuigkeiten aus der wunderbaren Welt des Schweizer Tourismus, die euch sicher interessieren werden. Nach fünf Jahren endet die Zusammenarbeit zwischen Schweiz Tourismus und Roger Federer. Ja, ihr habt richtig gehört! Der CEO Martin Nydegger hat eine bewusste Neuausrichtung der Werbekampagnen angekündigt, die für die kommende Herbstkampagne ein neues und überraschendes Konzept verspricht. Federer selbst hat kein Honorar erhalten; sein ganzes Geld fließt an seine Stiftung. Das ist schon eine noble Geste, oder?
Die Zahlen sprechen für sich: Trotz eines nervösen Frühlings und der drückenden Hitzewellen gingen die Logiernächte nur um 1 Prozent zurück – hauptsächlich dank der inländischen Touristen. Schweizer Gäste haben 21,3 Millionen Nächte ausgemacht, gefolgt von unseren Nachbarn aus Deutschland mit 3,9 Millionen und den Amerikanern mit 3,7 Millionen Nächten. Die Hotelauslastung in der Schweiz liegt im Schnitt bei 50 Prozent, was die Herausforderung der Hitzewellen widerspiegelt. Komischerweise hat nur jedes achte Hotel eine Klimaanlage – in städtischen Gebieten sind es immerhin die Hälfte. Viele Hotels planen jedoch, diesen Rückstand jetzt nachzuholen.
Herausforderungen und Chancen
Die Herausforderungen für die Hotellerie sind vielfältig. Die Hitzewellen bringen nicht nur Schweiß, sondern auch ernsthafte Probleme mit sich. So ist beispielsweise der Rückgang der Logiernächte auch auf die Gäste aus dem arabischen Raum und bestimmten Teilen Asiens zurückzuführen, die aufgrund kriegsbedingter Flugausfälle im Nahen Osten nicht reisen konnten. Aber Nydegger sieht das Ganze relativ entspannt: „Nur wenige Hotspots wie Interlaken sind stark frequentiert“, sagt er. In Regionen wie Graubünden und dem Unterengadin sieht die Auslastung ganz anders aus – da fällt sie sogar unter 40 Prozent.
Ein weiteres Thema, das in den letzten Jahren immer lauter wird, ist der Overtourism. Nydegger lehnt pauschale Eintrittsgelder, wie sie in Venedig eingeführt wurden, als wirkungslos ab – stattdessen lobt er zweckgebundene Modelle, wie in Iseltwald, wo 5 Franken pro Besucher in die Infrastruktur fließen. Die Schweiz bietet vielfältige Naturerlebnisse, von mediterranem Flair im Tessin bis hin zu majestätischen Berggipfeln, die geradezu einladen.
Der Klimawandel als ständiger Begleiter
Doch während wir über all diese spannenden Entwicklungen sprechen, schleicht sich ein ständiger Begleiter in die Diskussion: der Klimawandel. Monika Bandi, Leiterin der Forschungsstelle Tourismus an der Universität Bern, warnt vor den steigenden Temperaturen und dem oft unberechenbaren Wetter. Starkniederschläge im Sommer, regenärmere Winter und das Auftauen des Permafrosts – das sind die Herausforderungen, denen die Schweizer Bergregionen gegenüberstehen. Das ist nicht nur ein Thema für die Skifahrer, sondern auch für Wanderer. Jede dritte Hütte des Schweizer Alpen-Clubs ist potenziell gefährdet!
Bergdestinationen reagieren auf diese Entwicklungen, indem sie ihre Saisons verlängern und sich auf höhere Lagen konzentrieren. Zermatt plant sogar eine Beschneiung am Theodulgletscher! Auf der anderen Seite haben Wintersportorte Schwierigkeiten, die Schneesicherheit für 100 Tage im Jahr zu garantieren. Was für eine Herausforderung!
Die Zukunft des Schweizer Tourismus ist also spannend. Hotels und Destinationen investieren in Sommerinfrastruktur, um Touristen zu gewinnen – Mountainbiking, Kletterparks und Yoga-Retreats sind nur einige der Angebote, die auf uns warten. Und auch der CO2-Fußabdruck des Tourismus wird zum Thema: Viele Unterkünfte versuchen, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren, sei es durch Solaranlagen oder durch vegetarische und vegane Angebote. Es bleibt abzuwarten, wie sich all diese Trends und Herausforderungen in den kommenden Jahren entwickeln werden.
