Umsatzgeheimnisse der Hotellerie: Wie Gästebindung und Zusatzumsätze die Zukunft bestimmen
Heute ist der 1.09.2026 und es gibt Neuigkeiten aus der Welt der Hotellerie, die man nicht ignorieren sollte. Der Guest Value Report 2026, der im Frühjahr mit 87 Hoteliers, Revenue Managern und Vertretern von Hotelgruppen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien durchgeführt wurde, offenbart einige interessante Trends und Herausforderungen in der Branche. Ein Viertel der Teilnehmer kam aus Österreich, und die Ergebnisse sind sowohl aufschlussreich als auch alarmierend.
44% der Befragten haben das klare Ziel, den Umsatz pro Gast zu erhöhen. Das klingt ja schon mal gut, aber komischerweise messen nur 10% von ihnen den Zusatzumsatz pro Gast. Das ist wie ein Festmahl zu planen, aber nicht zu wissen, wie viele Gäste wirklich kommen! Und während 87% der Hotels die Auslastung im Blick haben, erfassen nur 27% regelmäßig die Kennzahl TRevPOR, die den gesamten Erlös pro belegtem Zimmer betrachtet. Das lässt einen schon ein wenig grübeln, ob hier nicht etwas Potenzial ungenutzt bleibt.
Zusatzumsätze und die Gästebindung
Man könnte fast sagen, dass Zusatzumsätze das geheime Gewürz im Hotelgeschäft sind. Ein beeindruckendes Ergebnis: 85% der Hotels erzielen Zusatzumsätze durch Food & Beverage, und 59% durch Zimmer-Upgrades oder Late Check-outs. Doch hier kommt der Knackpunkt: 81% der Zusatzumsätze entstehen erst während des Aufenthalts. Das bedeutet, dass die Zeitspanne zwischen Buchung und Anreise oft ungenutzt bleibt – ein echtes Manko! Über 90% der Befragten bewerten ihren Umsatz pro Gast mit „geht so“ – also alles andere als berauschend.
Die Gästebindung wird von 56% der Teilnehmer als das größte ungenutzte Umsatzpotenzial angesehen. Aber, und das ist jetzt das Spannende – die Priorität für dieses Thema liegt ganz hinten in der Warteschlange. Man fragt sich, ob die Hotels nicht vielleicht etwas mehr Zeit und Ressourcen in diese Beziehung investieren sollten. Studien zeigen, dass eine Steigerung der Wiederkehrrate um 5% den Profit um bis zu 95% erhöhen kann. Da kann man nur den Kopf schütteln, wenn man sieht, dass 47% der Befragten „fehlende Zeit/Ressourcen“ und „fehlende Prozesse“ als größte Bremsfaktoren nennen.
Prozesse und Strategien für die Zukunft
Der Report zeigt auch, dass nur 14% der Hotels über klar definierte und regelmäßig ausgewertete Prozesse für Zusatzumsätze verfügen. Die Mehrheit handelt eher situativ und manuell – was ganz schön chaotisch klingt, oder? Smart Host hat ein paar Maßnahmen zur Umsatzsteigerung pro Gast empfohlen, darunter die Einführung und regelmäßige Auswertung von TRevPOR sowie die Etablierung der Pre-Arrival-Phase als eigenen Umsatzkanal. Das könnte wirklich hilfreich sein, um das volle Potenzial auszuschöpfen.
Und während wir über digitale Kanäle sprechen – die eigene Webseite bleibt das Zentrum aller Aktivitäten. Sie sollte inspirieren, informieren und vor allem konvertieren. E-Mail-Marketing, Social Media und die Sichtbarkeit bei Suchmaschinen sind der Schlüssel, um Gäste anzusprechen und sie im besten Fall zu loyalen Stammgästen zu machen. Schließlich sind wiederkehrende Gäste nicht nur eine sichere Bank, sondern auch eine kostengünstige Möglichkeit, den Umsatz zu steigern.
In der heutigen Zeit ist es entscheidend, die gesamte Guest Journey zu verstehen. Von der Inspirationsphase über die Recherche bis hin zur Buchung und dem Aufenthalt selbst – jede Interaktion zählt. Emotionales Marketing, das Erlebnisse statt nur einmalige Käufe verkauft, wird immer wichtiger. Die Gäste wollen mehr als nur ein Bett für die Nacht; sie suchen nach Erinnerungen und Erlebnissen, die sie mit Freunden und Familie teilen können.
Die Welt der Hotellerie ist im ständigen Wandel. Die Herausforderungen sind groß, aber mit den richtigen Strategien und einem Fokus auf Gästebindung kann der Umsatz pro Gast erheblich gesteigert werden. Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese Trends in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Es bleibt auf jeden Fall spannend!
