Die Carrols Restaurant Group, ein echter Spezialist im US-Gastgewerbe, hat sich auf das Franchisemodell von Burger King und Popeyes spezialisiert. Mit ihrer klaren Ausrichtung auf die Entwicklung und den Betrieb von Schnellrestaurants bleiben sie in einem Markt, der oft von Unbeständigkeit geprägt ist. Die Aktien der Carrols Restaurant Group, die an der New York Stock Exchange unter dem Ticker TAST notiert sind, können dabei ganz schön schwanken – Änderungen bei Kosten, Gästeverkehr oder Margen können die Stabilität des operativen Geschäfts stark beeinflussen. Da bleibt der Puls der Aktionäre nicht selten auf der hohen Seite!

Die Geschichte der Carrols geht bis in die frühen 1960er Jahre zurück, als Herb Slotnick die Franchise-Rechte für New York erwarb und in Syracuse die ersten Restaurants eröffnete. Ursprünglich als Ableger der Tastee-Freez-Kette gegründet, wuchs Carrols schnell und hatte in den späten 1960er Jahren sogar 120 Standorte in New York. Doch die Zeiten ändern sich, und die meisten dieser Standorte wurden 1975 in Burger King-Franchises umgewandelt. In Finnland, Schweden, Estland, Lettland und Russland blieben einige Carrols-Standorte erhalten – ganz zu schweigen von den zwei Ausnahmen in New Jersey und New York. Das ist schon eine ganz schön interessante Wendung, oder?

Von der Vergangenheit zur Gegenwart

Im Laufe der Jahre hat Carrols mehrere strategische Entscheidungen getroffen, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. 2011 gab man die Ketten Taco Cabana und Pollo Tropical ab, um die Burger King-Betriebe in den Vordergrund zu stellen. Ein gewagter Schritt, der sich aber auszuzahlen schien! 2012 erwarb Carrols 278 Burger King-Standorte für etwa 150 Millionen Dollar, was Burger King Corporation dazu brachte, sich mit 28,9% an Carrols zu beteiligen. Ein guter Deal, wenn man bedenkt, wie lebhaft der Fast-Food-Markt ist.

Die jüngsten Entwicklungen sind ebenfalls bemerkenswert. Am 20. Februar 2019 gab Carrols bekannt, dass man sich mit Cambridge Franchise Holdings LLC zusammenschließen würde, um 55 Popeyes- und 166 Burger King-Standorte zu übernehmen – ein Deal im Wert von 238 Millionen Dollar, der am 1. Mai 2019 abgeschlossen wurde. Dies zeigt, wie rasant sich die Branche verändert und dass Carrols immer noch hungrig nach Wachstum ist.

Franchising und internationale Expansion

Die Abhängigkeit von Franchise-Betrieben ist für Carrols sowohl Risiko als auch Chance. Die Herausforderungen, die kleinere Restaurantbetreiber wie Carrols meistern müssen, sind vielfältig: Personalaufwand, Wareneinsatz, Mietkosten und vergleichbare Umsätze sind nur einige der Themen, die es zu bewältigen gilt. Das Gleiche gilt für die internationale Expansion, die für viele Restaurantmarken ein großes Thema ist. Viele, wie McDonald’s oder KFC, zeigen, dass das Potenzial in internationalen Märkten enorm ist, auch wenn die Navigation durch logistische, rechtliche und kulturelle Rahmenbedingungen kein Zuckerschlecken ist.

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Die verschiedenen Entwicklungsmodelle, die Franchisegeber nutzen, um in neue Märkte einzutreten, sind ebenso vielfältig wie ihre Speisekarten. Von Direktfranchising, wo die Kontrolle über Markenstandards voll erhalten bleibt, bis hin zu Joint Ventures, die Risiken teilen – es gibt viele Wege zum Ziel. Und Carrols? Die sind sich ihrer Stärken bewusst und setzen auf ihr bewährtes Franchisemodell, um sich in einem sich ständig verändernden Markt zu behaupten.

Mit einem neuen CEO, Paulo Pena, der seit April 2022 im Amt ist, und den neuesten Plänen von Restaurant Brands International, die Carrols für rund 1 Milliarde Dollar übernehmen möchte, bleibt abzuwarten, welche neuen Wege das Unternehmen einschlagen wird. Denn nur die Zeit wird zeigen, wie sich die Geschichte von Carrols weiter entfaltet. Aber eines ist sicher: Die Reise ist alles andere als langweilig!