Heute ist der 7.10.2026. Die Lage im Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern zeigt ein gemischtes Bild. Während die Zahl der Gäste und Übernachtungen in den ersten neun Monaten des Jahres ansteigt, kämpfen viele Betriebe mit sinkenden Umsätzen und geringeren Ausgaben der Besucher. Laut der Dehoga Mecklenburg-Vorpommern gab es einen Rückgang des nominalen Nettoumsatzes von durchschnittlich 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Komischerweise scheinen die vielen Gäste nicht zwangsläufig zu höheren Einnahmen zu führen. Das ist in der Branche ein Thema, das heiß diskutiert wird.

Die amtliche Tourismusstatistik meldet für den Zeitraum Januar bis Juli 2026 stolze 4,8 Millionen Gäste und 18,9 Millionen Übernachtungen. Das ist das zweitbeste Ergebnis seit 1990! Aber, und das ist das große Aber: 84,7 Prozent der befragten Betriebe berichten von geringeren Gästeausgaben in diesem Jahr. Dehoga-Präsident Lars Schwarz erklärt, dass viele Gäste nicht automatisch mehr Geld ausgeben. Ist das der neue Trend? Die Zeiten ändern sich, das merkt man auch hier.

Ein Blick auf die Zahlen

Ein genauerer Blick auf die Statistiken zeigt, dass die Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben in den ersten vier Monaten 2026 wie folgt ausfielen: Im Januar waren es über eine Million Übernachtungen (1.025.243), gefolgt von Februar mit 1.226.282 und im März mit 1.703.856. Im April stieg die Zahl auf 2.231.804. Im Vergleich dazu lagen die Übernachtungen im April 2025 noch bei 2.485.371 – ein deutlicher Rückgang. Auch die Ankünfte in den Beherbergungsbetrieben zeigen ähnliche Trends, mit 618.669 Ankünften im April 2026.

Die Herausforderungen für die Betriebe sind nicht zu übersehen. Steigende Personalkosten, höhere Energiekosten und steigende Warenpreise machen es den Gastronomen nicht leicht. 86 Prozent der Betriebe klagen über die Personalkosten, während 76,9 Prozent die Energiekosten als enormen Druck empfinden. Der Mindestlohn wird ab Januar 2027 auf 14,60 Euro angehoben, was 52,9 Prozent der Unternehmer dazu veranlasst, höhere Preise zu erwarten. Auch eine Mehrheit von 66,1 Prozent spricht sich gegen eine weitere Anhebung des Mindestlohns aus. Kommt da noch mehr auf uns zu?

Hoffnung für die Zukunft

Ein Lichtblick kommt aus der Richtung der internationalen Gäste. Der Tourismusminister Wolfgang Blank strebt an, internationale Besucher zu gewinnen, und die Zahl der internationalen Gäste stieg von Januar bis Juli 2026 um 5,5 Prozent. Doch die Übernachtungen internationaler Gäste sanken um 3,1 Prozent. Das klingt paradox, oder? Vielleicht sind die internationalen Gäste einfach nicht bereit, so viel auszugeben, wie wir es uns wünschen würden.

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Für die Herbstferien im Oktober 2025 werden mehr als 700.000 Gästeankünfte und rund 2,8 Millionen Übernachtungen auf Usedom erwartet – ein positives Zeichen. Peter Kranz von der MV Tourismus GmbH berichtet von guten Buchungen und freien Kapazitäten in den Unterkünften. Das klingt nach einer Möglichkeit, die Herausforderungen etwas abzufedern. Usedom überrascht nicht nur mit seiner Schönheit, sondern auch mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm, das sicherlich viele anlocken wird.

Die Situation im Gastgewerbe bleibt spannend. Die Zahlen sind eine Mischung aus Hoffnung und Besorgnis. Und während wir die Entwicklungen beobachten, bleibt es abzuwarten, wie sich die Branche an die neuen Umstände anpassen wird. Es wird eine Herausforderung, aber auch eine Chance für alle Beteiligten.