Heute ist der 2.07.2026 und wir werfen einen Blick auf das Gastgewerbe am Arenenberg, das sich in einem spannenden, aber auch herausfordernden Umbruch befindet. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat entschieden, dass das Gastgewerbe weiterhin in eigener Verantwortung geführt wird. Das hat sicherlich für einige Diskussionen gesorgt, denn die Rentabilität in der Hotellerie und Gastronomie blieb in den letzten Jahren hinter den Erwartungen zurück – die Auslastung der Hotels war schlicht ungenügend. Ein bisschen wie ein guter Wein – die Erwartungen waren hoch, doch der Geschmack war nicht ganz das, was man sich erhofft hatte.

Um die Situation zu analysieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen, wurde der Fachhochschule Graubünden ein Studienauftrag erteilt. Es wurden zwei Varianten eingehend geprüft, und im Juni 2025 fanden vertrauliche Gespräche mit potenziellen Betreibern statt, die teils starkes Interesse zeigten. Ein bisschen wie beim Speed-Dating – die Chemie muss stimmen, und das Interesse war durchaus vorhanden. Doch was folgte, war weniger romantisch: Im Herbst 2025 gab es eine öffentliche Ausschreibung, aber das einzige Angebot, das für die Hotellerie einging, war nicht gerade der große Wurf und führte zum Abbruch des Verfahrens.

Die Herausforderungen im Fokus

Die Herausforderungen sind vielfältig. Bisherige Strategien zur Markterweiterung haben nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. Die Betriebskosten steigen, während die Einnahmen unzureichend sind. Das Gastgewerbe umfasst nicht nur die Hotellerie, sondern auch Bereiche wie Landwirtschaft, Bildung, Kultur und Tourismus. All diese Sektoren müssen wirtschaftlich tragfähig entwickelt werden, was sich als wahre Herausforderung erweist. Man könnte sagen, es ist wie das Jonglieren mit brennenden Fackeln – eine falsche Bewegung, und alles kann in Flammen aufgehen.

Der Regierungsrat hat aber auch erkannt, dass sofortige Maßnahmen zur Kostensenkung notwendig sind. Anfang 2024 wurden bereits erste Maßnahmen ergriffen, darunter ein Einstellungsstopp und Kostenreduzierungen beim Einkauf. Zudem wird eine Umstellung der Gastronomie auf Selbstbedienung diskutiert. Ehrlich gesagt, es könnte eine gute Idee sein – vielleicht bringt das frischen Wind in die Sache. Und auch die Einführung moderner IT-Lösungen, wie digitales Check-in und QR-Code-Bestellungen, könnte helfen, die Abläufe zu optimieren. Ab dem zweiten Jahr nach Umsetzung dieser Maßnahmen werden sogar jährliche Kosteneinsparungen von rund 190’000 Franken erwartet. Da kann man nur hoffen, dass das nicht wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Situation bleibt spannend. Gespräche mit verschiedenen Interessenten haben drei Pachtangebote für das Gastgewerbe ergeben, die jedoch als nicht valabel eingestuft wurden, da sie entweder zu einer starken Reduzierung des Betriebs führen würden oder kaum finanzielle Verbesserungen bringen könnten. Eine Verpachtung birgt erhebliche personalrechtliche und betriebliche Risiken. Das ist so, als würde man sein Lieblingsrestaurant an einen Unbekannten verpachten – ein gewisses Bauchgrummeln bleibt da einfach nicht aus.

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Der Regierungsrat verfolgt weiterhin die Delegationsstrategie und die Begleitstrategie auf kleiner Flamme. Das Ziel ist klar: Das Gastgewerbe soll als eigenständiger Leistungsbereich mit klarer wirtschaftlicher Verantwortung geführt werden. Und auch wenn die finanziellen Herausforderungen nicht zu unterschätzen sind – etwa eine Million Franken Mehrumsatz müsste generiert und gleichzeitig die Personalkosten um eine Million gesenkt werden – so steht die Hoffnung auf positive Veränderungen im Raum.

Die geplanten Maßnahmen, wie der Umbau des Museumsshops, der mit der Réception des Hotels zusammengelegt werden soll, sind erste Schritte in die richtige Richtung. Und auch wenn das Interesse von privaten Betreibern begrenzt ist und die finanzielle Situation schwierig bleibt – die Sofortmaßnahmen zeigen bereits Wirkung, und das Nettoergebnis soll sich bis 2026 um rund 770’000 Franken verbessern. Das klingt nach einem Lichtblick am Horizont, auch wenn der Weg dorthin noch steinig sein könnte. Man wird sehen, ob das Gastgewerbe am Arenenberg das Ruder herumreißen kann – die Hoffnung stirbt zuletzt!