Heute ist der 23.04.2026 und die bayerische Gastroszene hat wieder einmal ein großes Ereignis gefeiert: den GastroFrühling 2026 des DEHOGA Bayern im Hippodrom-Festzelt auf dem Münchner Frühlingsfest. Rund 2.500 Gäste aus Gastronomie und Hotellerie kamen zusammen, um nicht nur die bayerische Tradition zu zelebrieren, sondern auch um ein deutliches Zeichen für die Branche zu setzen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die öffentliche Geste, bei der die Teilnehmer symbolisch den Hut vor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zogen. Dies geschah in Anlehnung an das Vorjahr, als Söder als „7-Prozent-Supermann“ gefeiert wurde. Bei dieser festlichen Aktion erhielten die Gäste rund 2.500 Hüte und führten während der Veranstaltung das gemeinsame Huthochziehen durch. Ein weiterer emotionaler Moment war das anschließende Singen des Liedes „Ein Hoch auf uns“, das die Verbundenheit und den Zusammenhalt in der Branche unterstrich.

Forderungen und Unterstützung

Angela Inselkammer, Präsidentin von DEHOGA Bayern, richtete sich direkt an Söder mit der Bitte, die Einführung von 7% Mehrwertsteuer auf Speisen zu versprechen. Diese Forderung wurde von Thomas Geppert, dem Hauptgeschäftsführer von DEHOGA Bayern, unterstützt, der sich herzlich bei Söder bedankte. Das Thema der steuerlichen Entlastung spielt eine zentrale Rolle für die Gastronomie, die sich nach den Herausforderungen der letzten Jahre eine bessere Basis wünscht.

Ministerpräsident Söder bekräftigte seine Unterstützung für die Betriebe und stellte klar, dass die 7% Gastro-Mehrwertsteuer seit Januar 2026 bundesweit festgeschrieben sind. Zudem versprach er, dass es in Bayern keine zusätzlichen Betten- oder Verpackungssteuern geben wird. Die politischen Vertreter, darunter auch Tourismusministerin Michaela Kaniber, Arbeitsministerin Ulrike Scharf und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, unterstrichen die Bedeutung des Gastgewerbes als starke Säule der bayerischen Wirtschaft.

Qualität und Rahmenbedingungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Veranstaltung war die Verleihung des Qualitätssiegels „Ausgezeichnetes Festzelt“ an das Hippodrom und die Festhalle Bayernland durch Michaela Kaniber. Sie forderte zudem flexiblere Arbeitszeiten und eine Anpassung der gesetzlichen Regelungen, um den Betrieben mehr Bewegungsfreiheit zu gewähren. Auch Ulrike Scharf setzte sich für eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ein, wobei der Gesundheitsschutz der Beschäftigten im Fokus steht.

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DEHOGA Bayern vertritt rund 36.000 Betriebe und etwa 450.000 Erwerbstätige im Gastgewerbe und ist damit eine essentielle Stimme, wenn es um die Belange der Branche geht. Die Forderungen der Verbände sind klar: Keine zusätzlichen Steuern und Abgaben, bessere Rahmenbedingungen für Ausbildung und Mitarbeitergewinnung sind notwendig, um die Zukunft des Gastgewerbes in Bayern zu sichern.

Insgesamt hat der GastroFrühling 2026 einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in der Branche ist und wie sehr die Akteure in der Gastronomie für ihre Belange einstehen. Die Herausforderungen sind groß, doch mit einem starken Netzwerk aus Politik und Gastronomie ist die bayerische Gastroszene gut gerüstet für die Zukunft.