Heute ist der 28.04.2026. In der Welt des Gastgewerbes gibt es derzeit besorgniserregende Entwicklungen, die nicht nur die britische Gastronomie betreffen. Auch in Deutschland spüren viele Betriebe die Auswirkungen von Krisen und steigenden Kosten. Laut einem Bericht über das britische Gastgewerbe verlieren täglich mehr als drei Betriebe aufgrund massiver Kostenbelastungen ihre Lizenz. Im ersten Quartal 2026 schrumpfte die Anzahl der lizenzierten Betriebe auf 98.609, was einem Rückgang von 305 Einheiten im Vergleich zum Dezember 2025 entspricht. Durchschnittlich gab es in diesem Zeitraum 3,4 Schließungen pro Tag.

Die Ursache für diesen Rückgang liegt nicht nur in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, sondern auch in einer Vielzahl von Kostenfaktoren. Besonders betroffen ist das Casual Dining-Segment, während der Hotelmarkt vergleichsweise stabil bleibt, jedoch weiterhin 4,7 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau liegt. Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Trends, der sich auch in Deutschland abzeichnet. Die Gastronomie ist stark von den Krisen der letzten Jahre betroffen, insbesondere durch Inflation und gestiegene Kosten, die auch hier zu einem Anstieg der Insolvenzen führen.

Krisen und Kostenbelastungen in der Gastronomie

Eine Analyse der Creditreform zeigt, dass zwischen 2022 und 2023 die Insolvenzen in der Gastronomie um 27 Prozent gestiegen sind, was über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt. Besonders stark betroffen sind Caterer und Verpflegungsdienstleister mit einem Anstieg von 67 Prozent, gefolgt von Restaurants und Imbissstuben mit 32 Prozent. Zudem verzeichneten Diskotheken und Bars einen Anstieg der Insolvenzen um 13 Prozent. Dies sind alarmierende Zahlen, die die Fragilität der Branche verdeutlichen.

Ein weiterer besorgniserregender Aspekt ist die hohe Insolvenzrate bei jungen Unternehmen. Fast die Hälfte der Insolvenzen betrifft Betriebe, die maximal fünf Jahre alt sind. Bei diesen jungen Gastronomieunternehmen gab es 2023 einen Anstieg der Insolvenzen um 30 Prozent. Dies zeigt, dass es für neue Akteure im Markt zunehmend schwieriger wird, sich gegen die widrigen Umstände zu behaupten. Besonders in Regionen wie Schleswig-Holstein und Sachsen ist die Insolvenzanfälligkeit stark angestiegen, während andere Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und Niedersachsen kaum Veränderungen verzeichnen.

Die Auswirkungen auf die Branche

Die Gastronomie steht unter erheblichem Druck. Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, gestiegene Sozialversicherungsbeiträge und Gewerbesteuern tragen zur finanziellen Belastung der Betriebe bei. Die Anhebung der Umsatzsteuer für Speisen Anfang des Jahres hat die Situation zusätzlich verschärft. Die Branche sieht sich mit einem anhaltenden Insolvenztrend konfrontiert, was auf eine mögliche weitere Zunahme der Insolvenzen hindeutet.

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Es ist klar, dass die Herausforderungen für das Gastgewerbe in Deutschland und Großbritannien nicht leicht zu bewältigen sind. Die Zahlen und Trends deuten darauf hin, dass eine umfassende Unterstützung und nachhaltige Lösungen notwendig sind, um die Branche in dieser schwierigen Zeit zu stabilisieren. Der Hotelmarkt zeigt zwar eine gewisse Resilienz, aber die Gesamtentwicklung bleibt angespannt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir uns in einer Phase befinden, in der das Gastgewerbe sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland vor enormen Herausforderungen steht. Die Branche benötigt kreative Ansätze und Strategien, um sich den anhaltenden Schwierigkeiten zu stellen und die Weichen für eine positive Zukunft zu stellen.