Krisenstimmung im Gastgewerbe: Ein Blick hinter die Kulissen der Herausforderungen und Chancen
Heute ist der 20.08.2026 und die Lage im Gastgewerbe zeigt sich ziemlich durchwachsen. Wenn wir einen Blick auf die Ergebnisse der Konjunkturumfrage Gastgewerbe werfen, die zwischen April und Juni dieses Jahres durchgeführt wurde, wird schnell klar: Die Stimmung ist gespalten. Nur 17.8% der befragten Betriebe erleben eine Verbesserung der Geschäftslage, während satte 33.9% von einer Verschlechterung berichten. Das tut in der Seele weh, oder? Der Umsatz im Gastgewerbe insgesamt sank um 2.7% im Vergleich zum Vorjahresquartal – ein echtes Alarmsignal für viele Unternehmer.
Besonders die Gastronomie hat es hart getroffen. Während die Hotellerie ein kleines Umsatzplus von 0.6% verzeichnen konnte, ging der Umsatz in der Gastronomie um 4.5% zurück. Das ist schon ein herber Schlag für viele Restaurants und Cafés, die ohnehin mit steigenden Preisen und sinkender Nachfrage kämpfen. Und was die Nachfrage angeht, so meldeten 41% der Betriebe einen Rückgang im Absatz, während nur 28.3% eine Zunahme verzeichnen konnten. Da fragt man sich, wo die ganzen Gäste geblieben sind!
Die Auslastung der Hotels: Licht und Schatten
Die durchschnittliche Auslastung der Hotels lag bei 64%. Hier zeigen sich wieder die 3-Sterne-Hotels als wahre Überflieger: Mit einer Auslastung von 70.6% und einem Umsatzwachstum von 5.2% stehen sie glänzend da. Im Gegensatz dazu haben die 5-Sterne-Hotels die niedrigste Auslastung mit 62.1% und einem Umsatzrückgang von 2.7%. Das ist schon ein bisschen ironisch, wenn man bedenkt, dass Luxus eigentlich immer gefragt sein sollte, oder? Die kleineren Betriebe sind besonders betroffen, hier berichten 53.9% von einer niedrigeren Auslastung und einem Umsatzrückgang von 3.8%. Das lässt einen schon nachdenklich werden.
Ein Blick auf die regionalen Unterschiede zeigt, dass die Bergregionen mit einem Umsatzplus von 2.5% und einer positiven Geschäftseinschätzung von 43.7% im Juli 2026 besser dastehen als die Großstädte, die einen Rückgang von 0.5% verzeichnen mussten. Das könnte daran liegen, dass die Menschen nach wie vor die Natur suchen und weniger in die Metropolen reisen. In den Seeregionen sieht es hingegen mit einem Umsatzplus von 5% recht rosig aus!
Personalsituation und Ausblick
Die Personalsituation ist ebenfalls ein heißes Thema. 19.1% der Betriebe mussten Personal abbauen, und das ist kein schöner Trend. Der Mindestlohn wird im Jahr 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde angehoben, was für viele Hoteliers und Gastronomen eine echte Herausforderung darstellt. Höhere Kosten für Personal und Energie drücken auf die Preiskalkulation. Im dritten Quartal 2026 erwarten 17.2% der Gastronomiebetriebe und 28.1% der Hotelbetriebe Preiserhöhungen. Die Gäste werden sich darauf einstellen müssen, dass die Preise für Speisen und Getränke steigen – und das nach einer Zeit, in der die Inflation ohnehin schon zweistellig war!
Doch nicht alles ist trübe: 38.9% der Hotels rechnen mit steigender Nachfrage, während 15.8% der Gastronomiebetriebe weniger optimistisch sind. Die Einschätzung der Geschäftslage für das nächste Halbjahr zeigt, dass 37.4% der Hotelbetriebe eine Verbesserung erwarten. Das sind doch mal gute Nachrichten inmitten der Unsicherheiten. Aber man kann sich nicht helfen, ein mulmiges Gefühl bleibt – die Frage ist: Wie wird der Herbst, die traditionelle Reisezeit, verlaufen? Werden die Buchungen steigen oder bleiben wir auf dem aktuellen Niveau?
Die Zahlen im Kontext
Und während wir über die aktuelle Lage sprechen, sollten wir auch einen Blick auf die Daten zur konjunkturellen Entwicklung werfen. Die Beschäftigtenzahlen im Gastgewerbe zeigen, dass Hotels, Gasthöfe und Pensionen im Mai 2026 einen Rückgang von 3.1% im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten. Auch die Gastronomie leidet: Restaurants und Imbissstuben melden einen Rückgang von 3.6%. Die Zahlen sind alarmierend und machen deutlich, dass die Branche vor großen Herausforderungen steht.
Die realen Werte sind ein weiterer Punkt, der uns beschäftigt. Mit einem realen Minus von 2.1% zum Vorjahr und einem nominalen Anstieg von 1.4% wird die Kluft zwischen tatsächlichem Umsatz und Preissteigerungen deutlich. Das heißt, trotz mehr Übernachtungen sinkt der Umsatz pro Aufenthalt, was für viele Betriebe das Aus bedeuten könnte. Vielleicht ist die Zunahme an Camping und Ferienwohnungen statt Hotelübernachtungen der Grund für diese Diskrepanz.
Und dann gibt es da noch die Saisonalität – starke Schwankungen in den monatlichen Werten, die für die Branche nicht gerade förderlich sind. Destatis veröffentlicht saisonbereinigte Werte, aber wie oft sind diese wirklich aussagekräftig? Im Frühjahr und Sommer könnten sich die Dinge ändern, wenn die Reise-Saison anzieht – doch wir müssen abwarten, was die kommenden Monate bringen.
Die Zukunft bleibt ungewiss, aber eines ist klar: Die Branche muss sich anpassen, um die Herausforderungen zu meistern. Nur die Zeit wird zeigen, wie sich das Gastgewerbe entwickeln wird.
