Am 21. Juli 2026 wird auf Mallorca das Thema der lokalen Produktbeschaffung in der Hotellerie wieder heiß diskutiert. Der Verein Unió de Pagesos hat sich klar positioniert und den Consell de Mallorca für die mangelhafte Umsetzung eines Tourismusgesetzes kritisiert, das bereits vor drei Jahren in Kraft trat. Dieses Gesetz verpflichtet die Gastronomie und Hotellerie, mindestens 3 % ihrer Produkte aus lokaler Produktion zu beziehen. Doch bisher gab es keine Sanktionen für die, die sich nicht daran halten. Das muss man sich mal vorstellen!

Joan Gaià, Sekretär der Unió de Pagesos, hat die fehlende Transparenz und die ausbleibenden Kontrollen durch die Inselverwaltung scharf kritisiert. Die Wahrnehmung, dass der Hotelsektor straffrei agieren kann, während die Landwirte unter steigenden Produktionskosten und einem Rückgang der Absatzmöglichkeiten leiden, ist nicht nur frustrierend, sondern auch bedenklich. Schließlich spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle für den Erhalt der mallorquinischen Landschaft. Ohne sie könnte das Brandrisiko steigen und das touristische Erscheinungsbild leidet ebenfalls.

Zusammenarbeit zwischen Hoteliers und Landwirten

Trotz der positiven Absichten mancher Hoteliers – man könnte fast sagen, sie sind goldrichtig – hindern institutionelle Filter und mangelnde Unterstützung die Zusammenarbeit mit den lokalen Produzenten. Gaià hat daher den Plan, direkt mit engagierten Hoteliers Partnerschaften aufzubauen, unabhängig von diesen offiziellen Institutionen. Das Ziel ist klar: den Primärsektor stärken, die Wettbewerbsfähigkeit sichern und den Absatz von lokalen Produkten wieder ankurbeln. Denn das ist nicht nur für die Bauern wichtig, sondern auch für die gesamte Region!

Eine aktuelle Statistik zeigt, dass der Verbrauch lokaler Produkte seit Januar um 30 % gesunken ist, obwohl wir mitten in der touristischen Hochsaison stecken. Das ist ein alarmierendes Zeichen. Gaià hat die Hoteliers, die sich an die Gesetzesvorgaben halten möchten, dazu aufgerufen, proaktiv den Kontakt zu lokalen Produzenten zu suchen. So kann jeder seinen Teil zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen.

Politische Auseinandersetzungen und Forderungen

Inmitten dieser Diskussionen hat Guillem Ginard, der Conseller de Turismo, den Vorwurf der Untätigkeit zurückgewiesen. Er betont, dass nun mehr Verfahren als je zuvor eröffnet würden. Das mag ja sein, aber die Realität vor Ort sieht anders aus! Joan Maria Adrover von der PSIB-PSOE hat ebenfalls Kritik an der mangelnden Anwendung des Gesetzes geübt und gefordert, dass der Consell endlich aktiv wird. Es sei unakzeptabel, dass in drei Jahren keine einzige Sanktion verhängt wurde.

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Die Unió de Pagesos hat klargemacht, dass sie sich nicht länger mit leeren Versprechungen abspeisen lassen wollen. Die Forderung an den Consell de Mallorca ist eindeutig: Sofortige Maßnahmen zur Einhaltung des Gesetzes sind notwendig, um die lokalen Produzenten zu unterstützen. Die Zeit für Worte ist vorbei – jetzt gilt es, Taten sprechen zu lassen!