Heute ist der 19.09.2026 und die Situation für viele Pendler in der Schweiz hat sich zu einer echten Kostenfalle entwickelt. Benzinpreise von bis zu 2.20 Franken pro Liter und Dieselpreise von 2.50 Franken belasten nicht nur die Arbeitnehmenden, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese hohen Treibstoffpreise haben weitreichende Folgen, die sich wie ein Schatten über das Gastgewerbe legen. Wir reden hier nicht nur über die Kosten an der Tankstelle, sondern auch über die Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft.

Rund die Hälfte der Arbeitnehmenden pendelt mit dem Auto, und das trifft vor allem Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen sehr hart. Das Gastgewerbe, das traditionell auf eine mobile Belegschaft angewiesen ist, spürt den Druck besonders stark. Viele Beschäftigte in der Pflege, im Detailhandel und natürlich auch im Gastgewerbe können nicht einfach auf Homeoffice umsteigen oder sich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen. Die Lage ist angespannt, und die Rufe nach einem Teuerungsausgleich bei den Löhnen werden immer lauter. Travailsuisse fordert diesen Ausgleich, denn es geht hier um die Existenz von Arbeitnehmern und Unternehmen.

Preise im Vergleich: Deutschland und die Schweiz

<pNicht nur in der Schweiz sind die Benzinpreise hoch – auch in Deutschland scheinen die Tankstellenpreise nicht gerade einladend. Aktuelle Spritpreise zeigen, dass Super Benzin bei etwa 2,32 € pro Liter liegt, während Diesel sogar bei 2,43 € steht. Diese Werte werden alle fünf Minuten aktualisiert und spiegeln die nervösen Bewegungen auf dem Markt wider. Dies macht die Situation für Pendler in beiden Ländern nicht einfacher. In Deutschland können Autos, die nach 2012 produziert wurden, in der Regel E10 tanken, was in manchen Fällen eine kleine Ersparnis bringen könnte. Aber auch hier spüren die Haushalte die Mehrbelastungen und sparen bei Freizeitaktivitäten und Restaurantbesuchen – eine Entwicklung, die auch unser Gastgewerbe direkt trifft.

Die Budgetberatung Schweiz berichtet, dass Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen unter den hohen Treibstoffpreisen besonders leiden. Sie sparen zuerst bei den Freizeitaktivitäten – kein Besuch mehr im Restaurant, keine Ausflüge, einfach weniger Lebensqualität. Das wirkt sich auch auf die Gastronomie aus, die auf diese Einnahmen angewiesen ist. Höhere Treibstoffpreise führen zudem zu höheren Kosten für Heizen und Lebensmittel. Ein Teufelskreis, aus dem es schwer auszubrechen scheint. Die KMU versuchen, durch Bündelung von Fahrten und Einsparungen an anderer Stelle zu reagieren, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Die hohen Benzinpreise könnten nicht nur Investitionen und Ausbildungsplätze gefährden, sondern auch die Existenz einzelner Betriebe bedrohen. In ländlichen Gebieten spitzt sich der Fachkräftemangel zu, da teure Arbeitswege die Mobilität der Beschäftigten stark einschränken. Der Schweizer Gewerbeverband fordert daher eine Senkung staatlicher Belastungen und realistische Steuerabzüge für Arbeitswege – alles Maßnahmen, die dringend nötig sind, um die wirtschaftliche Situation zu entlasten.

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Ein Blick auf die globale Situation zeigt, dass der Erdölpreis derzeit bei rund 100 Dollar pro Fass liegt. Während Benzinpreise in der Schweiz im Vergleich zu den Durchschnittseinkommen relativ günstig sind, sieht es in Ländern wie Vietnam ganz anders aus. Dort kostet ein Liter Benzin umgerechnet 16 Franken, belastet aber das Einkommen der Menschen acht Mal stärker. Komischerweise zeigt sich, dass in der Schweiz trotz der hohen Preise die Zulassungen von Elektroautos nicht signifikant gestiegen sind. Philippe Thalmann, Wirtschaftsprofessor an der EPFL Lausanne, äußert, dass hohe Treibstoffpreise zu Verhaltensänderungen führen könnten – vielleicht ist das der Anstoß, den viele brauchen, um auf nachhaltigere Alternativen umzuschwenken.

Die Nachfrage nach Elektroautos könnte, ähnlich wie in anderen Ländern, auch in der Schweiz steigen, aber bisher bleibt der Markt eher stumm. Historisch betrachtet sind die Benzinpreise heute günstiger als in den 80er-Jahren, aber inflationsbereinigt könnte man sagen, wir steuern auf einen Punkt zu, an dem auch die Gewohnheiten der Menschen sich gravierend ändern müssen.