Pizzerien als Wachstumsmotor der italienischen Gastronomie: Ein Blick auf aktuelle Trends und Entwicklungen
Heute ist der 13.10.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Entwicklung im italienischen Restaurantmarkt, insbesondere auf die Rolle der Pizzerien, die sich als wahres Kraftpaket der Gastronomie entpuppen. Laut dem neuesten Bericht von TheFork, einem Tochterunternehmen von Tripadvisor, zeigt sich, dass die beliebten Pizza-Ketten in Italien einen bemerkenswerten Aufstieg erleben. Diese Studie, die Daten von April 2025 bis März 2026 analysiert hat, umfasst 767 auf TheFork gelistete Restaurants, die Teil von 71 großen Restaurantgruppen sind. Das macht gerade mal 4 % der insgesamt über 18.000 aktiven Restaurants in Italien, aber die Bedeutung dieser Ketten ist nicht zu unterschätzen!
Die geografische Verteilung der Kettenrestaurants ist ebenfalls interessant. Die meisten, nämlich 62 %, befinden sich im Norden Italiens, während Mittelitalien 24 % und Süditalien sowie die Inseln nur 14 % ausmachen. Eine bemerkenswerte Entdeckung ist, dass 71 % dieser Kettenrestaurants in Provinzorten und nicht in den Großstädten zu finden sind. Das könnte darauf hinweisen, dass auch die ländlichen Gebiete ein großes Potenzial für solche Konzepte bieten.
Pizzerien an der Spitze
Wenn wir uns die Zahlen genauer anschauen, wird deutlich, dass Pizzerien das am stärksten wachsende und am leichtesten skalierbare Kettenformat darstellen. Von den 161 Ketten-Pizzerien, die TheFork erfasst hat, befinden sich 132 im Norden und 29 im Süden und auf den Inseln. Eine Umfrage, die im Bericht zitiert wird, zeigt, dass 82 % der Befragten Pizza zu ihren Lieblingsgerichten zählen – bei Frauen sind es sogar beeindruckende 89 %. Da fragt man sich: Was macht Pizza so unwiderstehlich? Ein vertrautes Produkt, das für Familienessen und ungezwungene Mahlzeiten perfekt geeignet ist, sicherlich. Und ja, auch die standardisierten Konzepte der Restaurants spielen eine große Rolle!
Die Entwicklung von Marken wie Fradiavolo, die mittlerweile 34 Restaurants in Italien und im Ausland, darunter in Miami und Frankreich, betreibt, zeigt, wie lokale Pizzeriakonzepte erfolgreich international expandieren können. Nicht zu vergessen Pizzium, die 2017 in Mailand gegründet wurde und aktuell 54 Pizzerien in Italien hat, davon 12 allein in Mailand. Diese Beispiele sind echte Vorbilder für den Aufstieg der Pizzakultur, die sich durch ein homogenes Erlebnis und klare betriebliche Standards auszeichnet.
Ein Blick auf die Zahlen
Die italienische Küche bleibt mit 22 % die am häufigsten vertretene Kategorie auf TheFork, gefolgt von mediterraner Küche (13 %) und Pizzerien (10 %). Das zeigt, dass die italienische Gastronomieszene sehr vielfältig ist, auch wenn die Kettenrestaurants noch einen relativ kleinen Teil des Marktes ausmachen. Dennoch vereinen die großen Ketten laut dem Observatorium 12 % aller Buchungen auf TheFork auf sich. Das ist nicht zu verachten, vor allem wenn man bedenkt, dass 88 % der Interaktionen zwischen Kunden und Restaurants über die mobile App stattfinden. Bewertungen sind dabei für viele Nutzer entscheidend – vor allem für die jüngeren und mittelalten Gäste. 45 % der über 25-Jährigen gaben an, dass diese für sie bei der Auswahl eines Restaurants das wichtigste Kriterium sind.
Carlo Carollo, der Landeschef von TheFork in Italien, bringt es auf den Punkt: Pizza ist nicht nur ein beliebtes Symbol der italienischen Küche, sondern auch ein Gastronomieformat, das sich leicht skalieren und organisieren lässt. Diese Entwicklung findet vor dem Hintergrund eines erhöhten Drucks auf die Restaurants statt, die Beständigkeit, Effizienz und digitale Sichtbarkeit verbessern müssen. Ein interessanter Aspekt, der die Dynamik des Marktes weiter antreibt.
