Heute ist der 25.08.2026 und wir schauen auf den Arbeitsmarkt in Sachsen, der sich in den letzten Jahren ordentlich gewandelt hat. Die Zahl der ausländischen Beschäftigten wächst stetig und macht mittlerweile 9,4 Prozent der gesamten Beschäftigten aus. Das ist ein Anstieg von 7.644 Personen im Vergleich zum Vorjahr – das sind 5,2 Prozent mehr! Und wenn man die Entwicklung seit 2020 betrachtet, ist der Zuwachs mit fast 60 Prozent wirklich beeindruckend. Ein Blick auf die Städte zeigt: Leipzig führt mit 21.748 männlichen und 12.870 weiblichen ausländischen Beschäftigten. In Görlitz ist der Anteil mit 13,3 Prozent am höchsten, während das Erzgebirge mit 6,2 Prozent eher im hinteren Feld liegt.

Die Herkunftsländer sind dabei vielfältig, doch Polen, Tschechien und die Ukraine stechen heraus. Die Zahlen sprechen für sich: 27.937 Polen, 15.795 Tschechen und 12.840 Ukrainer sind in Sachsen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Kommt man dann noch in die Landkreise, sieht man, dass im Landkreis Görlitz 7.986 Polen arbeiten, im Landkreis Bautzen 5.019 und im Erzgebirgskreis 3.270 Tschechen. Viele von ihnen pendeln täglich über die Grenze – Grenzgänger, die Sachsen mit ihrer Arbeitskraft unterstützen.

Branchenvielfalt und Herausforderungen

Wo arbeiten diese ausländischen Beschäftigten? Vor allem in den wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Verkehr, in der Lagerei sowie im Gesundheits- und Sozialwesen – und nicht zu vergessen im Gastgewerbe. Diese Branchen sind wie ein Magnet für Talente aus dem Ausland. Das Gastgewerbe, das für uns alle so wichtig ist, profitiert enorm von den internationalen Mitarbeitern, die frischen Wind in die Küchen und Servicebereiche bringen.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert die oft niedrigeren Löhne, die Probleme beim Kündigungsschutz und die nicht gemeldeten Arbeitsunfälle. Ein medianer Vollzeitlohn von mehr als 1.000 Euro monatlich weniger für Tschechen und rund 850 Euro weniger für Polen im Vergleich zu deutschen Beschäftigten ist alarmierend. Hier muss dringend etwas geschehen! Ralf Hron, der DGB-Vizechef, bringt es auf den Punkt: „Ausländische Beschäftigte sind wichtig für den sächsischen Arbeitsmarkt“. Und er fordert Gleichbehandlung und mehrsprachige Informationen für alle, die hier arbeiten.

Integration und Unterstützung

Die Integration ausländischer Beschäftigter ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance. Die Beschäftigungsquote der Ausländer lag im Dezember 2022 bei 53,9 Prozent. Das zeigt, dass viele von ihnen eine tragende Rolle im sächsischen Arbeitsmarkt spielen. Aber es gibt auch eine SGB II-Hilfequote von 22,3 Prozent für Ausländer – ein Indiz dafür, dass nicht alle die gleichen Chancen haben. Es ist wichtig, dass die Arbeitgeber auf die ausländischen Beschäftigten angewiesen sind, denn ohne sie würde viel im Arbeitsalltag ins Stocken geraten.

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Wir sollten nicht vergessen, dass die ausländischen Beschäftigten in Sachsen nicht nur Steuern zahlen, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Ihre Präsenz fördert die Vielfalt und die interkulturellen Kontakte in unseren Städten. Eine mehrsprachige Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen könnte da eine echte Hilfe sein – damit jeder die Informationen und Unterstützung bekommt, die er braucht.

Insgesamt zeigt sich, dass der Arbeitsmarkt in Sachsen durch die Zuwanderung internationaler Beschäftigter in Bewegung kommt. Herausforderungen gibt es viele, doch die Chancen sind nicht minder groß – für alle. Lassen wir uns überraschen, wie sich dieser dynamische Markt weiterentwickeln wird!