Schwarzarbeit in der Schweiz: Fortschritte und Herausforderungen im Kampf um Fairness
Heute ist der 17.06.2026 und die Nachrichten über die Schwarzarbeit in der Schweiz sind wie ein ständiger Begleiter. Man könnte fast meinen, sie gehören zum Alltag dazu. Doch ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen zeigt, dass das Thema nach wie vor ernst genommen wird. Im Jahr 2025 gab es insgesamt 14’147 Verdachtsfälle von Schwarzarbeit, was einen leichten Rückgang von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Die kantonalen Kontrollbehörden waren im vergangenen Jahr ziemlich aktiv. Sie führten sage und schreibe 14’450 Betriebskontrollen durch, und dabei wurden über 44’000 Personen überprüft. Das ist wirklich eine beeindruckende Zahl! Die Schwerpunkte der Kontrollen lagen hauptsächlich im Gastgewerbe, im Handel und im Baugewerbe. Diese Branchen scheinen besonders anfällig zu sein – oder besser gesagt: Hier wird besonders genau hingeschaut.
Kontrollmechanismen im Fokus
Die Intensität der Kontrollen war 2025 hoch, ganz ähnlich wie in den Vorjahren. Die Schweizer Behörden haben dem Thema Schwarzarbeit den Kampf angesagt. Mehr als 82 Inspektorinnen und Inspektoren waren im Einsatz, um ein Auge darauf zu haben, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Nach den Kontrollen wurden 14’150 Verdachtsmomente zur weiteren Abklärung an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Das ist schon eine ganz schön hohe Zahl und zeigt, dass die Behörden nicht einfach nur zuschauen.
Dabei ist es interessant zu sehen, wie sich die Verdachtsfälle verteilen. Rund 35 Prozent der Fälle betreffen das Sozialversicherungsrecht, 33 Prozent das Ausländerrecht und 32 Prozent die Quellensteuer. Die bestätigten Sanktionen durch die Behörden sind ebenfalls gestiegen – 3.493 Fälle wurden registriert, was einen Anstieg von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Da fragt man sich, wie viele Arbeitgeber sich wirklich an die Regeln halten. Insgesamt wurden 90 Arbeitgeber mit einem Ausschluss von öffentlichen Aufträgen sanktioniert. Das sind doch Zahlen, die zum Nachdenken anregen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Gesamtbeträge der eingenommenen Gebühren und Bussen durch die Kantone beliefen sich auf 1,17 Millionen Franken, was einen Rückgang von 3 Prozent darstellt. Das wirft Fragen auf: Ist die Bekämpfung von Schwarzarbeit wirklich so effektiv? Oder ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Die durchschnittliche Anzahl der jährlichen Sanktionen in den letzten fünf Jahren liegt bei 67 – auch das zeigt, dass hier noch Luft nach oben ist.
Die Kontrolle von Schwarzarbeit ist nicht nur eine Frage des Gesetzes, sondern auch eine Frage der Fairness auf dem Arbeitsmarkt. Die Kontrollorgane tragen dazu bei, ein faires Wirtschafts- und Arbeitsumfeld zu schaffen. Und das ist letztlich auch für die ehrlichen Arbeitgeber von Bedeutung, die sich an die Regeln halten. Denn jeder unlautere Wettbewerb bringt einen Nachteil für die, die sich anstrengen und alles richtig machen.
Die Entwicklung der Schwarzarbeit bleibt spannend und ein bisschen nervenaufreibend. Es bleibt zu hoffen, dass die Behörden weiterhin engagiert bleiben und dass wir in den kommenden Jahren vielleicht noch mehr Fortschritte sehen werden. Denn am Ende des Tages wollen wir doch alle in einem fairen und transparenten Arbeitsumfeld leben, oder?
