Heute ist der 11.05.2026 und es brodelt in der deutschen Wirtschaft. Die aktuelle April-Konjunkturumfrage des Münchner Ifo-Instituts zeigt, dass satte 8,1 Prozent der Unternehmen in Deutschland ihren Fortbestand als gefährdet ansehen. Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen, bringt es auf den Punkt: Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. Und das ist nicht ohne Grund. Die Insolvenzzahlen dürften hoch bleiben, nicht zuletzt aufgrund von geopolitischen Unsicherheiten, die wie ein Schatten über den Geschäften hängen.

Besonders heftig hat es den Einzelhandel getroffen. Hier sehen 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Existenz bedroht – ein neuer Höchststand. Der Druck ist enorm. Die Verbraucher halten beim Konsum die Geldbeutel fest verschlossen, und die Konkurrenz durch den Online-Handel sowie ausländische Billiganbieter macht es den traditionellen Geschäften nicht leichter. Im April 2023 wurden 1.776 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften vermeldet, was den höchsten Stand seit Juni 2005 darstellt. Im Vergleich zu den ruhigen Jahren 2016 bis 2019 ist das ein Anstieg von 82 Prozent. Und die Gastronomie, die Hotellerie und das Grundstückswesen sind besonders betroffen – als ob man ihnen einen Stein auf die Brust drückt!

Einzelhandel und Gastronomie unter Druck

Die Ursachen sind vielfältig. Fehlende Aufträge, steigende Betriebs- und Energiekosten und eine zunehmende Bürokratie setzen den Unternehmen zu. Viele Betriebe kämpfen mit Liquiditätsengpässen, da die Kunden sparen oder selbst in die Insolvenz schlittern. Im Gastgewerbe liegt der Anteil der existenziell bedrohten Unternehmen mittlerweile bei fast 20 Prozent. Das ist beunruhigend! Besonders die Gastronomie leidet unter der schlechten Konsumstimmung. Der Handelsverband Deutschland (HDE) vermeldet, dass der Konsumbarometer auf 92,3 Punkte gefallen ist – der tiefste Stand seit Februar 2023. Die Stimmung ist also alles andere als rosig.

Wohlrabe macht zudem klar, dass sich die Krise entlang der Lieferketten ausbreitet. Das trifft nicht nur Einzelhändler, sondern auch Dienstleister und Zulieferer. Die Unsicherheiten ziehen sich durch alle Branchen. Im Dienstleistungssektor fürchten zwischen 14,3 und 21,6 Prozent der Unternehmen um ihre Existenz. Auch im Bauhauptgewerbe spürt man den Druck. Mit einem Anstieg auf 7,3 Prozent der bedrohten Unternehmen, verursacht durch einen anhaltenden Auftragseinbruch im Wohnungsbau und lange Genehmigungsverfahren, wird die Lage immer prekärer. Und dann sind da noch die Banken, die zögerlich bei der Baufinanzierung sind, was die Branche zusätzlich belastet.

Ein Blick in die Zukunft

Die Herausforderungen für die Unternehmen sind unübersehbar. Hohe Energie- und Rohstoffkosten belasten vor allem exportorientierte Branchen, die im internationalen Wettbewerb immer mehr ins Hintertreffen geraten. Es ist ein ständiger Kampf ums Überleben, und viele Unternehmen stehen am Abgrund. Die Sorgen der Unternehmer sind greifbar, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird. Die Unsicherheiten sind wie ein Damoklesschwert, das über den Köpfen schwebt. Welche Strategien werden die Unternehmen entwickeln, um diesen Sturm zu überstehen? Ehrlich gesagt, es ist eine spannende, aber auch angespannte Zeit für die deutsche Wirtschaft – und ganz besonders für das Gastgewerbe.

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