Südtirol im Aufwind: Zwischen Optimismus und Herausforderungen im Gastgewerbe
Heute ist der 11.08.2026 und wenn ich die Stimmung im Südtiroler Gastgewerbe beobachte, fühlt es sich an, als ob sich ein frischer Wind durch die Berge weht. Der Tourismus in dieser Region blüht, und das ist mehr als erfreulich. Laut einer Sommererhebung des WIFO ‒ dem Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen ‒ bewerten etwa 90% der Betriebe ihre Ertragslage als zufriedenstellend. Das klingt doch schon mal gut, oder? Besonders in der Beherbergungsbranche sind die Ausblicke erfreulich: Fast alle Unternehmen erwarten eine zufriedenstellende Ertragslage, und 30% sind sogar optimistisch genug, um mit einer guten zu rechnen!
Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Die steigenden Betriebskosten, insbesondere bei Energie, drücken vielen Betrieben auf die Stimmung. Michl Ebner, der Präsident der Handelskammer Bozen, hebt hervor, wie wichtig ein gutes Geschäftsklima für die gesamte Wirtschaft hier ist. Und das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis. Die Sorgen um Inflation und hohe Kraftstoffpreise sind spürbar – sie bremsen die Investitionen, die für ein langfristiges Wachstum unerlässlich sind. Die Gastronomie hat ihre eigene Achterbahnfahrt: 94% der Restaurants rechnen zwar mit einer zufriedenstellenden Ertragslage, aber stagnierende Umsätze sind ein ernst zu nehmendes Problem. Die italienische Kundschaft gibt weniger aus, und viele können die Kostensteigerungen nicht an die Gäste weitergeben. Das ist wie ein schleichendes Gift für die Branche.
Die Situation in den Regionen
Ein Blick auf die verschiedenen Regionen zeigt, dass die Einschätzungen unterschiedlich ausfallen. Besonders positive Rückmeldungen kommen aus dem Wipptal, Salten-Schlern und Bozen. Hier scheinen die Gästezahlen gut zu florieren. Doch im Überetsch und Unterland sieht es anders aus: Hier berichten 20% der Betriebe von einer schlechten Ertragslage. Das ist schon eine klare Ansage! Die Umsatzentwicklung wird vor allem von ausländischen Gästen getragen, die zur Freude vieler Hoteliers die Region besuchen. Die Nachfrage steigt, aber um die steigenden Kosten, vor allem bei Energie, auszugleichen, sind höhere Preise unumgänglich.
Die aktuellen Trends zeigen, dass im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 36.500 Arbeitnehmer im Gastgewerbe beschäftigt waren – ein Anstieg von 5,5% im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein echter Lichtblick! Allerdings gibt es auch dunkle Wolken am Horizont: Die Bar- und Cafébesitzer kämpfen mit stagnierenden Umsätzen und einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Laut dem Präsidenten des Wirtschaftsverbands hds, Philipp Moser, wird der Druck durch die steigenden Kosten immer spürbarer. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln werden.
Ein Blick in die Zukunft
Optimismus darf jedoch nicht fehlen. Im Jahr 2024 wurde die Rentabilität von 93 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe positiv bewertet. Das klingt verheißungsvoll! Über 37 Millionen Nächtigungen wurden im vergangenen Jahr verzeichnet, und die Umsätze profitierten von einem Anstieg der Gäste aus dem Ausland, die um 12,3% zulegten. Dennoch ist die Gastronomie in einer Zwickmühle: Während die Beherbergungsbetriebe optimistisch in die Zukunft blicken, bleibt der Umsatz in der Gastronomie voraussichtlich stagnierend. Die Café- und Barbesitzer dürften ihre Erwartungen für 2025 bescheiden halten, da fast ein Drittel mit unbefriedigender Rentabilität rechnet.
Die Wintersaison 2024-25 verspricht über 10,1 Millionen Nächtigungen – ein kleiner Lichtblick, auch wenn die Übernachtungen italienischer und deutscher Touristen gesunken sind. Michl Ebner betont die Bedeutung des Tourismus für die Südtiroler Wirtschaft immer wieder. Es gilt, starke Lösungen zu finden, um die Herausforderungen in der Gastronomie zu meistern. Die Zukunft hält also einige Überraschungen bereit, und die Frage bleibt: Wie wird sich das Geschäftsklima weiterentwickeln? Die Hoffnung stirbt zuletzt – und mit einem Hauch von Zuversicht blicken wir in die kommenden Monate.
