Heute ist der 10.07.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in unseren Städten, die nicht nur als Handelsplätze, sondern auch als lebendige Begegnungsorte fungieren sollten. Die IHK Niedersachsen und DEHOGA Niedersachsen haben ein neues Impulspapier mit dem klangvollen Namen „Zentren-SOS“ veröffentlicht, das sich mit einem Thema auseinandersetzt, das uns allen am Herzen liegt: Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in unseren Innenstädten. Denn, ganz ehrlich, wie oft haben wir uns nicht schon über schmuddelige Ecken oder unsichere Plätze geärgert?

Die Initiative erweist sich als ein richtiger Aufruf zur Aktion. Ein Blick in die Städte zeigt: Die Wahrnehmung eines Standorts wird stark durch sein Umfeld geprägt, betont IHK Niedersachsen Präsident Gerhard Oppermann. Und das gilt nicht nur für Touristen, sondern auch für uns Einheimische, die wir uns in unseren eigenen Vierteln wohlfühlen möchten. Es ist kein Geheimnis, dass das subjektive Sicherheitsgefühl entscheidend ist – das Gefühl, sich unbesorgt bewegen zu können, ist unbezahlbar.

Gemeinsam für eine saubere Zukunft

Ein integrierter Ansatz ist gefragt. Die Sichtbarkeit von Polizei und Ordnungsdiensten ist dabei nur eine der Empfehlungen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden wird als essenziell hervorgehoben. Man muss dazu sagen, dass das Engagement vieler Kommunen trotz finanzieller und personeller Einschränkungen nicht unbeachtet bleiben sollte. In Lüneburg beispielsweise hat man bereits Maßnahmen ergriffen, um die Aufenthaltsqualität zu steigern, etwa durch die Einführung einer Alkoholverbotszone am Platz Am Sande.

Die Diskussion über das Sicherheitsgefühl in der Innenstadt ist nicht neu, doch sie wird immer dringlicher. Gewerbetreibende berichten von Problemen wie öffentlichem Alkohol- und Drogenkonsum sowie aggressiven Gruppen, die den Charme und die Lebensqualität ihrer Stadt beeinträchtigen. Ein gemeinsamer Dialog über diese Herausforderungen fand erst im Januar statt. Jan Weckenbrock von der IHK Lüneburg-Wolfsburg hebt hervor, dass gute Geschäfte und gastronomische Angebote allein nicht ausreichen. Es braucht mehr!

Ein Platz für alle

Die Pflege öffentlicher Räume ist ein entscheidender Faktor. Gute Beleuchtung, die Beseitigung von Angsträumen, und ein konsequenter Umgang mit Vermüllung und Vandalismus sind notwendig, um ein einladendes Stadtbild zu schaffen. Das Impulspapier „Zentren-SOS“ legt den Finger genau dort an die Wunde und empfiehlt, auch die kritischen Wahrnehmungen von Bahnhofsumfeldern, Parkhäusern und Randlagen von Fußgängerzonen ernst zu nehmen. Die jungen Menschen von heute sehen Innenstadtbesuche nicht mehr nur als Gelegenheit zum Einkaufen. Vielmehr suchen sie nach Erlebnissen, nach Begegnungen – und das muss in der Stadtplanung reflektiert werden.

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Die Mischung aus Handel, Gastgewerbe, Dienstleistungen, Wohnen und Kultur sollte also nicht dem Zufall überlassen werden. Wir alle haben das Potenzial, unsere Innenstädte zu beleben und ein Sicherheitsgefühl zu schaffen, das über den gesamten Tagesverlauf anhält. Es ist an der Zeit, dass Land und Kommunen diese Themen in der Innenstadt- und Standortentwicklung verankern.

Das Impulspapier „Zentren-SOS“ ist online abrufbar, und ich kann nur jeden ermutigen, sich damit auseinanderzusetzen. Denn letztlich profitieren wir alle von einer sauberen, sicheren und lebenswerten Innenstadt!