Heute ist der 4.06.2026 und während die Sonne hier in Zürich über die Dächer blitzt, werfen wir einen Blick auf den aktuellen Arbeitsmarkt im Kanton. Man könnte sagen, er zeigt sich robust, dennoch mit einer Prise Unsicherheit. Die Arbeitslosenquote hat sich im Mai stabil bei 2,9 Prozent gehalten. Ein gutes Zeichen, aber auch nicht ganz ohne Tücken. Insgesamt sind 25’539 Personen arbeitslos registriert – das sind 278 weniger als im April. Klingt doch erst mal positiv, oder?

Dennoch gibt es einige Branchen, die auf der Kippe stehen. Besonders betroffen sind die Ausbaufachkräfte, das Gastgewerbe und der Verkauf. Währenddessen erleben Softwareentwickler und Führungskräfte in der betrieblichen Verwaltung einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das lässt einen doch schon ein wenig nachdenklich werden. Die Stimmung in den Unternehmen ist zwar mehrheitlich positiv, aber die Erwartungen für die nächsten sechs Monate sind eher verhalten. Man könnte fast meinen, die Unternehmer schauen in die Glaskugel und erkennen nicht viel Gutes.

Ein Blick auf die offenen Stellen

Wenn wir uns die offenen Stellen anschauen, merken wir, dass die Zahl im Mai um 739 Stellen gesunken ist. Am Ende des Monats waren noch 6’920 offene Stellen gemeldet. Besonders im Gastgewerbe, bei den Bedienern mobiler Anlagen und bei Hilfsarbeitskräften in der Landwirtschaft ist der Rückgang spürbar. Man fragt sich: Wo sind all die Stellen hin? Und vor allem, wo bleibt die Hoffnung auf Besserung? Es ist ein bisschen wie ein Tanz, bei dem die Musik immer wieder stoppt und die Tänzer ins Stocken geraten.

Die Unternehmen im Kanton Zürich scheinen sich also in einer stabilen Position zu befinden, aber die vorsichtige Haltung, vor allem im Groß- und Detailhandel sowie in der Industrie und der Finanzbranche, macht einem schon etwas Sorgen. Man könnte fast das Gefühl bekommen, dass viele auf der Stelle treten – und das in einer Zeit, in der frischer Wind dringend nötig wäre. Es bleibt abzuwarten, was die kommenden Monate bringen werden. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber die Geduld wird auf eine echte Probe gestellt.