Heute ist der 28.08.2026 und die österreichische Hotelbranche sieht sich mal wieder mit einem ernsten Problem konfrontiert. Ein Hackerangriff auf den IT-Dienstleister Seekda, der für die Verwaltung von Buchungen und Hotelprozessen zuständig ist, hat nicht nur die Hoteliers in Aufregung versetzt, sondern auch die Gäste verunsichert. Der Vorfall, der am 11. August entdeckt wurde, hat seine Schatten bereits bis nach Salzburg geworfen. Ein Beispiel für betroffene Betriebe ist der Laschenskyhof in Wals-Siezenheim, der sich schnell um Transparenz gegenüber seinen Gästen bemühte – innerhalb einer Stunde war ein Newsletter verschickt, um die Urlauber zu informieren.

Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) ist alarmiert und ruft zur Wachsamkeit auf. Lydia Hauthaler vom Laschenskyhof beschreibt die Situation als angespannt, da viele Gäste verunsichert sind. Auch Maria Wottawa, die Leiterin des ÖHV-Mitgliederservice, betont, dass die Zahl der betroffenen Hotels schwer einzuschätzen sei. Bisher haben etwa ein Dutzend Hotels Probleme gemeldet, doch die Dunkelziffer könnte weitaus höher sein. Betrügerische E-Mails und WhatsApp-Nachrichten, die täuschend echt wirken, setzen den Betrieben zusätzlich zu.

Cyberkriminalität im Fokus

Die Berichte über Phishing-Angriffe häufen sich. Gäste erhalten Nachrichten, die sie zur Preisgabe sensibler Daten oder zur Durchführung von Zahlungen drängen. Diese Nachrichten kommen oft von scheinbar vertrauenswürdigen Quellen, was die Sache umso gefährlicher macht. Das betrifft nicht nur den Seekda-Vorfall – ähnliche Situationen gab es auch bei anderen IT-Dienstleistern, wie dem Hotelsoftwareanbieter ibelsa, der vor Kurzem einen unautorisierten Zugriff auf seine Systeme meldete. Auch dort wurden personenbezogene Daten von Hotelgeschäftspartnern und Gästen kompromittiert.

Die ÖHV warnt eindringlich, dass Hotels und ihre Buchungssysteme ein beliebtes Ziel für Cyber-Kriminelle sind. Wottawa und ihr Team haben bereits Meldungen über betrügerische Nachrichten an Hotelgäste erhalten, und die Warnungen sind klar: Bei verdächtigen Nachrichten sollten Gäste keine Links anklicken oder Zahlungen tätigen, sondern direkt beim Hotel nachfragen. Es sei wichtig, die betroffenen Hotelgäste schnell zu informieren und ihnen zu helfen, sich vor möglichen Schäden zu schützen.

Die Verantwortung der Betriebe

Die Hotelbetriebe sind gesetzlich verpflichtet, Datenschutzvorfälle innerhalb von 72 Stunden zu melden, was zusätzlichen Druck auf die betroffenen Hotels ausübt. Seekda gibt an, dass nicht alle Nutzer der Plattform betroffen sind, sondern nur einzelne Unterkünfte. Dennoch bleibt die genaue Zahl der betroffenen Hotels unklar, und die Unsicherheit schwebt wie ein Damoklesschwert über der Branche. Die Datenschutzbehörde hat bereits 25 Meldungen von Hotels erhalten, die von dem Vorfall betroffen sind.

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In einer Zeit, in der digitale Sicherheit so wichtig ist, ist es erschreckend zu sehen, wie leichtfertig manche mit ihren Daten umgehen. Die Phishing-Nachrichten sind dabei oft so gut gemacht, dass selbst erfahrene Nutzer leicht auf sie hereinfallen können. Gäste sollten sich der Gefahr bewusst sein und achtsam bleiben. Die gesamte digitale Verarbeitungskette der Hotellerie ist für Kriminelle von Interesse, und die Branche muss sich wappnen, um zukünftigen Angriffen standzuhalten.