Heute ist der 19.06.2026. Ein wichtiger Tag für das Seminarhotel Kloster Kappel, denn hier wird ein Kapitel zu Ende gehen und ein neues beginnen. Nach 22 Jahren im Dienst tritt Jürgen Barth, der Hoteldirektor und Geschäftsführer, in den Ruhestand. Ein Schritt, der mit viel Emotion verbunden ist – für ihn, aber auch für das gesamte Team und die Gäste, die ihn im Laufe der Jahre begleiten durften. Am 1. Juli 2026 beginnt für Barth ein neuer Lebensabschnitt, während er sich von den Herausforderungen und Freuden des Hotelbetriebs verabschiedet.

Barth ist nicht einfach nur ein Direktor gewesen. Er hat das Kloster Kappel geprägt, angefangen als Chef de Réception im Februar 2004, bevor er im Juni 2005 die Leitung übernahm. Während seiner Amtszeit hat er die Strukturen des Betriebs modernisiert und die Dienstleistungsqualität auf ein neues Niveau gehoben. Die zahlreichen Bau- und Erneuerungsprojekte, wie der Umbau des Klostercafés oder die Modernisierung der Küche und Zimmer im Haus am See, sind ein eindrucksvolles Zeugnis seiner Hingabe und seines Engagements. Die offizielle Verabschiedung findet am 28. Juni im Rahmen eines Festgottesdienstes mit Apéro riche statt – ein würdiger Rahmen für einen würdigen Mann.

Ein neuer Wind weht im Kloster Kappel

Mit der Übergabe der Leitung an Alexandra Steinmüller kommt frischer Wind ins Kloster Kappel. Steinmüller, diplomierte Hotelière und Absolventin der Hotelfachschule Lausanne, bringt eine beeindruckende berufliche Laufbahn mit. Ihre Erfahrungen in renommierten Häusern wie dem Palace Luzern oder dem Château Gütsch sowie als Vizedirektorin des Campus Hotel Hertenstein und in der Leitung eines Alters- und Pflegeheims sind nur einige Stationen, die sie auf ihren Weg gebracht haben. Seit 2016 lebt sie mit ihrer Familie in Kappel am Albis – ein Ort, den sie nun auch beruflich mitgestalten will.

Ihr Ziel ist es, das Kloster Kappel bis 2027 als festen Begriff für Gastfreundschaft, gute Küche und besondere Atmosphäre in der Region und darüber hinaus zu etablieren. Ein ambitioniertes Vorhaben, das jedoch mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement durchaus erreichbar scheinen könnte. Man darf gespannt sein, welche Ideen und Impulse sie in die Tradition des Klosters einbringt. Vielleicht wird das Kloster Kappel bald nicht nur für seine Geschichte, sondern auch für seine kulinarischen Höhepunkte bekannt sein.

Die Herausforderungen der Branche

Doch während das Kloster Kappel in eine neue Ära eintritt, stehen auch die Hoteliers im Allgemeinen vor bedeutenden Herausforderungen. Das Buchungsverhalten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Gäste buchen zunehmend kurzfristig, und die Nachfrage wird immer mehr von externen Faktoren beeinflusst – seien es Events, Wetterentwicklungen oder auch Feiertage. In urbanen Märkten wie Berlin oder München sind es oft Messen und Kongresse, die kurzfristige Nachfragespitzen auslösen. In Ferienregionen sind es die Wetterbedingungen und Ferienzeiten, die den Takt vorgeben.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Starre Saisonpreislisten funktionieren immer weniger. Hoteliers müssen flexibel bleiben, um Ertragsverluste und suboptimale Auslastungssteuerung zu vermeiden. Es ist eine Zeit des Wandels, in der sich alles ständig neu erfindet. Für Alexandra Steinmüller bedeutet das, dass sie nicht nur die Tradition des Klosters wahren, sondern auch innovativ und anpassungsfähig sein muss, um im hart umkämpften Markt bestehen zu können.

Der Ausblick auf die kommenden Monate im Kloster Kappel ist also spannend. Mit einem neuen Gesicht an der Spitze und den Herausforderungen der Zeit wird sich zeigen, wie sich das Seminarhotel entwickeln wird. Wir bleiben dran!