Der Countdown läuft! Vom 12. bis 16. Mai 2026 wird Wien zum Schauplatz eines der größten musikalischen Events der Welt: dem 70. Eurovision Song Contest. Nach den erfolgreichen Austragungen 1967 und 2015 ist es bereits die dritte Auflage dieses spektakulären Events in der Stadt, und die Vorfreude ist riesig. Besonders die Wiener Hotellerie macht sich bereit für einen Ansturm von bis zu 88.000 zusätzlichen Gästen, die aus aller Welt kommen werden, um die einzigartigen Klänge und Emotionen des Wettbewerbs zu erleben. Ein wahrhaftiger Nachfrageimpuls, der laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ECO Austria etwa 21 Millionen Euro in die Kassen der Stadt spülen könnte.
Mit einem Gesamtbedarf von rund 36 Millionen Euro für die Veranstaltung selbst, wovon die European Broadcasting Union (EBU) 5 Millionen Euro übernimmt, sieht die Branche sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Der wirtschaftliche Gesamteffekt wird auf etwa 57 Millionen Euro geschätzt, was nicht nur den Hoteliers, sondern auch vielen anderen Dienstleistungsbereichen zugutekommt. Besonders profitieren könnten die Gastronomie, der Handel und kreative Branchen, die alle von dem internationalen Besucherandrang profitieren werden.
Die Vorbereitungen der Hotellerie
Die Wiener Hotellerie ist bestens auf den Gästeandrang vorbereitet. Es wird erwartet, dass vor allem niedrigere Hotelkategorien stark gebucht werden, während die Businessreisenden ihre Termine möglicherweise verschieben. Die Stadthalle bietet Platz für 16.000 Gäste, während die Stadt über 83.000 Betten verfügt. Ein Zusammenspiel, das sowohl den Bedürfnissen der Besucher als auch den Anforderungen der Hoteliers gerecht wird. Martin Stanits, Kommunikationschef der ÖHV, sieht im Song Contest einen touristischen Mega-Impuls, der die Stadt auf ein neues Level heben könnte.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit zwischen Hotellerie und Polizei, die während des Events verstärkt werden soll. Dies soll nicht nur für Sicherheit sorgen, sondern auch ein positives Gesamtbild der Stadt vermitteln. Die Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hebt hervor, dass der globale Werbewert des Events auf 730 Millionen Euro geschätzt wird, was Wien und Österreich auch langfristig als Top-Destination positioniert.
Langfristige Effekte und Chancen
Die Chancen, die sich aus der Austragung des Eurovision Song Contests ergeben, sind nicht zu unterschätzen. Neben den direkten wirtschaftlichen Effekten wird auch eine geschätzte Wertschöpfung von rund 52 Millionen Euro erwartet, die sich aus etwa 80% direkten und 20% indirekten Effekten zusammensetzt. Diese Entwicklung könnte dazu beitragen, rund 550 Vollzeitäquivalente zu sichern oder neu zu schaffen, was für die Wiener Wirtschaft von großer Bedeutung ist.
Zusammengefasst: Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien ist nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein bedeutender wirtschaftlicher Impuls für die Region. Die Hotellerie und die Stadt Wien sind bereit, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen, um das Image der Stadt als weltoffene Kunst- und Kulturmetropole weiter zu stärken.