Die Frankfurter Hotellandschaft zeigt sich nach den turbulenten Zeiten der Corona-Pandemie wieder von ihrer besten Seite. Es ist wie ein Phönix, der aus der Asche emporsteigt – und das nicht nur, weil der Frankfurter Hof und das Sofitel Frankfurt Opera als Leuchttürme der Luxushotellerie bestehen blieben. Frankfurt hat das Potenzial für Luxushotels, und das wird sich umso mehr zeigen, je mehr neue und wiedereröffnete Häuser die Stadt bereichern. Laut DEHOGA Hessen sind es vor allem größere Zimmer, modernes Design, Fine Dining, Spas und die Verbindung zur Stadt, die die neuen Häuser auszeichnen.

So hat die Althoff-Gruppe im Dezember das ehemalige Hotel Villa Kennedy in Sachsenhausen unter dem Namen „The Florentin“ neu eröffnet. Dieses Fünf-Sterne-Hotel bietet nicht nur 147 Zimmer und Suiten, sondern auch das Gourmetrestaurant „the dune“, geleitet von Niclas Nußbaumer, Deutschlands jüngstem Zwei-Sterne-Koch. Eine Royal Suite mit privatem Aufzug? Ja, bitte! Dazu ein neu gestalteter Innenhof, eine Bibliothek und ein Spa mit Garten und Indoor-Pool – das klingt nach purer Entspannung.

The Taj Hessischer Hof und Jimmy’s Bar

Ein weiteres Juwel in Frankfurts Luxushzene ist der Taj Hessischer Hof, der nach der Schließung 2020 neu eröffnet wurde. Das indische Hotelkonzept bringt 126 Zimmer, darunter 48 Suiten. Die Präsidentensuite ist ein wahres Meisterwerk mit Küche, Terrasse und modernster Technik. Hier wird auch die „Bombay Brasserie“ mit gehobener indischer Küche zelebriert. Und die traditionsreiche Jimmy’s Bar? Die hat ihren Charme bewahrt und erstrahlt unter der Leitung von Emmanuel Saridakis, der zuvor 20 Jahre lang Harry’s New York Bar im Lindner Hotel Main Plaza führte. Wer braucht schon eine Zeitmaschine, wenn man in solche Orte eintauchen kann?

Im Westend entsteht unterdessen das neue Roomers ParkView im ehemaligen Büroturm am Grüneburgweg. Geplant ist eine Eröffnung im September mit 136 Zimmern, die teilweise einen atemberaubenden Blick auf den Grüneburgpark oder die Frankfurter Skyline bieten. Das Design wird vom Mailänder Piero Lissoni geprägt – hier trifft Eleganz auf Naturtöne und klare Linien. Das Restaurant „Golden Phoenix“ bringt ein franko-chinesisches Fine-Dining-Erlebnis nach Frankfurt. Und wie könnte es anders sein? Auch hier wird großer Wert auf persönliche Betreuung gelegt.

Kreative Konzepte und Kunst im Kimpton Main

Das Kimpton Main, das erste deutsche Hotel der Kimpton-Marke im FOUR-Quartier, interpretiert den Bauhaus-Stil auf zeitgemäße Art. Auf sechs Etagen gibt es 155 Zimmer, und das Restaurant „Lazuli“ mit blauer Bar wird im Sommer die Skyline mit köstlichen Gerichten und einem fantastischen Blick auf die Stadt verwöhnen. Eine Kunstkollektion, die die kulturelle Identität Frankfurts widerspiegelt, wird ebenfalls präsentiert. Das lässt die Vorfreude steigen!

Auf der anderen Seite des Spektrums wird das Hyatt House Goetheplatz im FOUR mit 189 Zimmern und Studios für längere Aufenthalte konzipiert. Das Hotel wird sich damit um eine Zielgruppe kümmern, die vielleicht etwas mehr Zeit in Frankfurt verbringen möchte. Und das neue Hyatt Kennedy 89, das gegenüber von „The Florentin“ liegt, bringt mit 180 Zimmern und einem Restaurant, das levantinische Küche bietet, frischen Wind in die Nachbarschaft.

Ein Blick in die Zukunft

Die Aussichten für die Luxushotellerie in Frankfurt sind vielversprechend. DEHOGA Hessen glaubt, dass der Markt weiter wachsen wird. Der Bedarf an modernen Luxusangeboten ist ungebrochen. Auch im Umland wird in neue Projekte investiert, während das Grandhotel Nassauer Hof in Wiesbaden bis 2028 schließen muss, um umfassend saniert zu werden. Hier sinkt die Zahl der Zimmer, aber es entstehen auch Serviced Apartments und ein größerer Spa-Bereich. Ein spannendes Zeitalter steht bevor!

Die deutsche Hotellerie hat in den letzten Jahren einen langen Weg zurückgelegt, aber die Herausforderungen bleiben. Hohe Kosten, steigende Bürokratie und der Druck auf die Margen machen das Geschäft nicht einfacher. Dennoch, die Nachfrage nach Übernachtungen hat einen neuen Höchstwert erreicht. Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Rahmenbedingungen sich bald verbessern und die Branche wieder aufblüht.