Heute ist der 5.05.2026 und die Welt der Hotellerie schaut mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Oliver Meyer, der Gründer und CEO von HotelPartner Revenue & Profit Management, hat in einem Interview einige der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit beleuchtet. Geopolitische Konflikte, steigende Energiekosten und eine Inflation, die uns alle trifft – die Lage in der Branche ist angespannt. Wir haben es hier mit einer komplexen Gemengelage zu tun, die nicht nur den Flugverkehr, insbesondere aus dem arabischen und asiatischen Raum, beeinflusst, sondern auch die Reisetätigkeit aus bestimmten Märkten, vor allem den USA, zurückgehen lässt.
Die Unsicherheit ist spürbar, und die Unterschiede zwischen den Regionen sind frappierend: Die Schweiz merkt Entwicklungen oft früher und intensiver, während Deutschland und Österreich sich stabiler zeigen, hauptsächlich wegen des höheren Anteils an deutschsprachigen Gästen. Doch auch hier gibt es Herausforderungen. Unternehmen im Corporate-Bereich sind unter Druck, Reisebudgets zu reduzieren. Die ITB in Berlin hat bereits erste Auswirkungen der geopolitischen Lage gezeigt, und der strukturelle Kostendruck ist nicht zu übersehen.
Die Kostenspirale und ihre Folgen
Fast überall in der Branche steigen die Kosten – besonders im Personalbereich, wo sie teilweise bis zu 50% über dem Niveau vor der Pandemie liegen. Das führt zu einer merkwürdigen Situation: Die Umsätze stagnieren, und die Nachfrage hat nach starken Jahren 2023 und 2024 nachgelassen. Hotels können die steigenden Kosten nur bedingt über höhere Preise an die Gäste weitergeben, denn die Preissensibilität und die sinkende Kaufkraft machen vielen zu schaffen. Komischerweise beobachten wir auch eine Polarisierung der Nachfrage: Viele Gäste weichen in günstigere Segmente aus oder reisen seltener, setzen aber dann höhere Budgets im Premium- oder Luxussegment ein.
Die Luxushotellerie bleibt stabil, aber sie ist stark von internationalen Gästeströmen abhängig. Im mittleren Segment hingegen sieht es düsterer aus. Die strukturelle Verschiebung in der Branche ist deutlich: Der Erfolg wird nicht mehr nur über Auslastung und Preise definiert, sondern immer mehr über wirtschaftliche Stabilität und die Profitmarge. Meyer und sein Team von HotelPartner, die aktuell rund 500 Partnerhotels betreuen, arbeiten intensiv daran, die Effizienz durch Digitalisierung und Automatisierung zu steigern – das könnte die zentrale Lösung sein.
Ein Blick in die Zukunft
Urban Uttenweiler von der HGK warnt zwar vor einer Nachfrageschwäche in Kombination mit steigenden Kosten, erkennt aber auch positive Entwicklungen. Margaux Paulin von Steiger Hotels plant mehrere Projekte zur Verbesserung der Qualität und Digitalisierung. Und auch bei Romantik Hotels sieht man Chancen in der Sehnsucht nach regionaler Identität. Die Gastronomie wird ebenfalls eine zentrale Rolle spielen, wie Christian von Rumohr vom The Liberty Hotel betont. Veranstaltungen zur Förderung der Hotelrestaurants stehen an – das könnte für frischen Wind sorgen!
Die Branche ist also in Bewegung, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sie sich entwickeln wird. Trotz aller Unsicherheiten und Herausforderungen gibt es kreative Köpfe, die Chancen nutzen und neue Wege beschreiten wollen. Die nächste Zeit verspricht, trotz aller Widrigkeiten, einiges an Überraschungen. Für mehr Informationen über die Trends in der Hospitality- und Gastronomiebranche 2026, werfen Sie einen Blick auf HOGA Presse.