Am 3. November 2026 hat das Hilton Frankfurt City Centre in der Hochstraße endlich wieder seine Türen geöffnet. Nach wochenlanger Buchungssperre war die Situation für das 342-Zimmer-Haus alles andere als rosig. Ein Gast berichtete, dass an diesem Tag gerade mal sieben weitere Gäste im Hotel waren – die Atmosphäre war entsprechend ruhig. Zuvor war man von einer Schließung Ende Oktober ausgegangen, was zu einer gewissen Unruhe unter den Reisenden führte.

Die Schließung schien unausweichlich, als Fitness First, der Mieter des benachbarten Schwimmbads, im Oktober ausziehen musste. Die Zimmer waren auf der Hilton-Website nur bis zum 31. Oktober buchbar und zahlreiche Buchungsportale hatten das Hotel bereits aus ihren Angeboten entfernt. Ein Grund dafür waren die US-Sanktionen gegen die Hilton-Kette, die das Hotel in eine prekäre Lage brachten. Zunächst blieben Anfragen der Frankfurter Rundschau an Hilton unbeantwortet, was die Spekulationen um die Zukunft des Hauses weiter anheizte.

Neuer Mietvertrag bringt Hoffnung

Doch dann die Wende! Die Hilton-Pressestelle in London gab bekannt, dass das Hotel aufgrund eines Eigentümerwechsels beim Vermieter und eines neuen Mietvertrags geöffnet bleibt. Das ist eine erfreuliche Nachricht, da Hilton weiterhin selbst Betreiber des Hotels bleibt. Ein Betreiberwechsel wie beim Hilton in Gravenbruch ist nicht erforderlich, was für die Stabilität des Betriebs spricht.

Wie es jedoch mit dem benachbarten ehemaligen Stadtbad Mitte weitergeht, bleibt unklar. Fitness First hat signalisiert, dass man über die Entwicklungen informiert ist und die Fortführung des Hotelbetriebs begrüßt. Das Unternehmen steht aktuell im Austausch mit den beteiligten Parteien und prüft Perspektiven für den Fitness-First-Club am Eschenheimer Turm sowie den angeschlossenen Poolbereich, der momentan jedoch leer ist. Eine Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit scheint in der Schwebe zu sein.

Hintergründe der Krise

Der Grund für die Unsicherheit rund um das Hilton-Hotel liegt in den US-Sanktionen gegen den iranischen Geschäftsmann Ali Ansari und dessen Firma Smart Global Limited. Ansari soll das Hotel über ein verworrenes Unternehmensgeflecht kontrollieren und wird eine Nähe zum iranischen Regime nachgesagt. Diese Sanktionen haben bereits dazu geführt, dass booking.com die Hilton-Hotels in der Frankfurter Innenstadt und in Gravenbruch aus seinem Angebot entfernt hat. Die Situation galt als „sehr komplex“, und die Unsicherheit über die Zukunft des Hotels und der mehr als 100 Beschäftigten bleibt bestehen. Ein neuer Betreiber ist unter den aktuellen Bedingungen schwer zu finden.

Für die Mitarbeiter und die Gäste des Hilton bleibt zu hoffen, dass sich die Lage bald stabilisiert. Die Wiedereröffnung des Hotels ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch die Unsicherheiten im Hintergrund könnten jederzeit wieder aufbrechen. Spannende Zeiten für die Hotelbranche in Frankfurt!