Ein Blick in die Zukunft der Hotellerie – das klingt nicht nur spannend, es ist auch dringend notwendig. Die Zukunftsstudie «Hospitality 2035 – Wie sich die wirtschaftliche Logik der Hotellerie verändert», die unter der Federführung von DICON und dem Berliner Hotelexperten Roland Schwecke erstellt wurde, soll uns dabei helfen, die kommenden Herausforderungen zu meistern. Am 9. November 2026 in Berlin und am 17. November 2026 in Zürich werden die Ergebnisse präsentiert. Ein Event, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Die Studie ist mehr als nur eine Ansammlung von Daten und Statistiken – sie bietet konkrete strategische Ansätze für Hotelbetreiber, Eigentümer und Investoren. In einem sich ständig wandelnden Markt, wo steigende Kosten und ein Fachkräftemangel die Branche unter Druck setzen, sind innovative Lösungen gefragt. Themen wie Künstliche Intelligenz, Robotik und intelligente Gebäudetechnik stehen im Fokus. Die zentrale Frage bleibt: Wie können Hotels unter veränderten Wettbewerbsbedingungen rentabel bleiben? Eine spannende Herausforderung, die uns alle betrifft!

Die Herausforderungen der Branche

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In Deutschland sank die Zahl der Hotelbetriebe zwischen 2010 und 2025 um 1.478 Betriebe, was einem Rückgang von 11 Prozent entspricht. Besonders kleinere Hotels stehen vor der Aufgabe, ihre Individualität zu bewahren, während sie gleichzeitig effizienter und technologisch leistungsfähiger werden müssen. Die Leitidee der Studie fasst es prägnant zusammen: «Privathotel nach außen, Konzernlogik nach innen.» Das bedeutet, dass persönliche Gastfreundschaft nach außen gezeigt wird, während im Hintergrund effiziente Prozesse und gemeinsame Standards etabliert werden.

Die öffentliche Präsentation in Berlin findet im Pullman Berlin Schweizerhof statt, wo nicht nur die Ergebnisse vorgestellt werden. Die anschließende Diskussion wird von namhaften Vertretern der Branche, wie Christoph Kolodziej von Accor und Gerhard Maringer von Numa, mitgestaltet. Eine hervorragende Gelegenheit, um tiefer in die Materie einzutauchen und sich mit den Machern auszutauschen.

Trendreport 2035 und Zukunftsvisionen

Doch die «Hospitality 2035»-Studie ist nicht die einzige Initiative, die sich mit der Zukunft der Hotellerie beschäftigt. HotellerieSuisse hat in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsinstitut den „Hospitality Trendreport 2035“ erstellt. Hier werden nicht nur Megatrends analysiert, sondern auch Zukunftsszenarien erarbeitet, um spannende Perspektiven zu entwickeln. Harry Gatterer, der Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, betont, dass es darum geht, sich strategisch auf verschiedene Entwicklungen vorzubereiten und nicht nur die Zukunft vorherzusagen.

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation hat zudem drei Zukunftsszenarien veröffentlicht, die sich mit Nachhaltigkeit, Digitalisierung und der Einbindung von Hotels in lokale Ökosysteme befassen. Diese Studien zeigen, dass die Hotellerie sich nicht nur anpassen, sondern auch aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitwirken muss. So wird das Hotel von der Schlafstätte zum sozialen Knotenpunkt, der kulturellen Austausch fördert und lokale Gemeinschaften zusammenbringt.

Innovative Geschäftsmodelle

Ein paar der vorgestellten Modelle sind wirklich faszinierend. Der Synergy Hub beispielsweise zielt darauf ab, das Hotel als zentrales Dienstleistungszentrum für ländliche Räume zu positionieren. Hier werden Ressourcen und Personal geteilt, um die Effizienz zu steigern. Im Gegensatz dazu steht das Konzept des Self-Driving Hotels, bei dem mobile Wohneinheiten autonom zu den stationären Hotelgebäuden fahren. Ein bisschen Science-Fiction, oder? Aber in einer Welt, die sich schnell verändert, müssen wir vielleicht genau solche Ideen in Betracht ziehen.

All diese Ansätze und Studien sind nicht nur theoretisch. Sie spiegeln die Realität wider, mit der wir uns in der Hotellerie auseinandersetzen müssen. Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen, die sich bieten, sind es ebenfalls. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Branche entwickelt und welche innovativen Lösungen uns in den kommenden Jahren erwarten. Vielleicht wird das Hotel der Zukunft ganz anders aussehen, als wir es uns heute vorstellen können. Lasst uns also neugierig bleiben!