Heute ist der 7.08.2026 und die Lage in der Hotelbranche ist alles andere als einfach. Die Immobilienmärkte in deutschen und europäischen Kurorten stehen unter enormem Druck. Während die Übernachtungszahlen einen Rekord nach dem anderen brechen – 497,4 Millionen Übernachtungen in 2026 – steigt die Zahl der Insolvenzen in der Branche um erschreckende 40,1 Prozent. Das ist schon heftig, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Neubaupreise für Familien zunehmend unbezahlbar werden und kommunale Baugesellschaften aufgrund der hohen Kosten massive Verluste hinnehmen müssen.

Die klassischen Kurmodelle, die einst bei den Gästen so beliebt waren, haben ausgedient. Statt langer Aufenthalte suchen die Menschen nun nach kürzeren Auszeiten. Ein Trend, der sich in den bayerischen Kurorten wie Bad Füssing oder Bad Griesbach bemerkbar macht, wo die Immobilienpreise mittlerweile 15-20 Prozent unter den Höchstständen liegen. Dabei könnten die hohen Einstiegspreise die Vermarktungszeiten verlängern. Das ist wie ein Teufelskreis – hohe Baukosten und Finanzierungshürden machen es Familien schwer, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

Der Einfluss des Tourismus auf den Immobilienmarkt

Tourismus hat einen gewaltigen Einfluss auf die Immobilienmärkte – das ist ein Fakt, den man nicht ignorieren kann. Die Nachfrage nach kurzfristigen Mietobjekten, Hotels und Ferienhäusern steigt, was die Immobilienwerte in beliebten Reisezielen nach oben treibt. In vielen Städten, die auf Touristen angewiesen sind, erleben wir eine wahre Inflation der Immobilienpreise. Investoren aus anderen Städten sind bereit, Aufschläge für gut gelegene Immobilien zu zahlen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Preise, sondern auch auf die Verfügbarkeit von Langzeitwohnungen für Einheimische. Gerade in Zeiten, in denen die Mieten rasant steigen, wird der Druck auf die lokale Bevölkerung immer größer.

In Bad Wörishofen, wo die Ankunftszahlen in den ersten fünf Monaten 2026 auf 51.480 sanken, ist der Rückgang der Gästezahlen ein deutliches Signal. Die Übernachtungszahlen fielen auf 206.802 und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 4,1 Nächten. Das zeigt, dass die Menschen nicht mehr die langen Kuraufenthalte suchen, sondern eher nach einem schnellen Tapetenwechsel – kurz gesagt: nach einer Auszeit vom Alltag. Neue Angebote wie Kur- und Heilwälder sollen jüngere Zielgruppen ansprechen, doch ob das ausreicht, bleibt abzuwarten.

Herausforderungen und Chancen

Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Umwandlung von Wohnimmobilien in touristische Mietobjekte führt oft zur Gentrifizierung und zur Verdrängung von Einheimischen. Städte wie Barcelona oder New York haben bereits strenge Vorschriften für Touristenwohnungen eingeführt, um die Interessen von Touristen, Immobilienbesitzern und Anwohnern in Einklang zu bringen. In Deutschland wird dieser Schritt noch diskutiert, während der Hotelverband IHA die Beibehaltung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von 7 Prozent auf Speisen fordert – auch ein wichtiges Thema in dieser Debatte.

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Um der angespannten Situation zu begegnen, hat die KfW Förderprogramme zur Unterstützung des Wohnungsbaus verlängert. Die Effizienzhaus-55-Förderung bis Ende 2026 und das Programm „Jung kauft Alt“ bieten Familien die Möglichkeit, Kredite zu attraktiven Konditionen zu erhalten. Das könnte zumindest einen kleinen Lichtblick in dieser sonst trüben Lage darstellen.

Die Balance zwischen dem Wachstum des Tourismus und dem Bedarf an Wohnraum ist entscheidend für die Lebensqualität der Anwohner. Die Immobilienmärkte in touristischen Gebieten unterliegen saisonalen Schwankungen, und die Herausforderungen erfordern regulatorische Maßnahmen sowie Initiativen für bezahlbaren Wohnraum. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich diese Dynamiken in den kommenden Jahren entwickeln werden.