Heute ist der 19.08.2026, und die Stimmung in der österreichischen Gastronomie und Hotellerie könnte kaum besser sein. Die Sommersaison hat für satte 78% der Betriebe eine positive Bilanz gebracht. Es ist fast so, als würde die Sonne nicht nur am Himmel scheinen, sondern auch in den Kassen der Gastronomen und Hoteliers. Viele blicken optimistisch in die Zukunft, auch wenn das Umfeld nicht immer einfach ist. Die Buchungslage für den Herbst ist für 65% der Hotelbetriebe ebenfalls erfreulich. Wer hätte das gedacht?

Die Nachfrage zeigt sich stabil, und die Erwartungen für die kommenden Monate, insbesondere im Bereich Hotellerie, sind durchweg positiv. Doch trotz dieser erfreulichen Nachrichten bleibt der Druck auf die Betriebe nicht aus. Die Umsatzentwicklung wird größtenteils als stabil bis leicht rückläufig wahrgenommen, und viele Gastronomiebetriebe kämpfen mit einer angespannten Ertragssituation. Die Hauptgründe liegen auf der Hand: steigende Kosten für Energie, Lebensmittel, Getränke, Steuern und Abgaben. Komischerweise können nur etwa ein Drittel der Betriebe diese Kosten an die Gäste weitergeben. Der Rest? Der muss mit spürbaren Ertragsverlusten klarkommen. Das ist kein Zuckerschlecken!

Investitionen und Mitarbeiterwohl

Eine ermutigende Nachricht gibt es jedoch: Rund 75% der Gastronomie- und Hotelleriebetriebe investieren in ihre Standorte und tragen somit zur regionalen Wertschöpfung bei. Nur ein Drittel kann derzeit jedoch nur die notwendigsten Investitionen tätigen. Das könnte die langfristige Wettbewerbsfähigkeit gefährden, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ein bisschen mehr als die Hälfte der Betriebe plant in den nächsten drei Jahren zusätzliche Investitionen, obwohl die Unsicherheit groß ist.

Ein weiterer Lichtblick ist die zunehmende Achtsamkeit auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen. 86% der Arbeitgeber haben die Bedeutung des Mitarbeiterwohlbefindens erkannt und bieten nun zusätzliche Leistungen wie kostenlose oder kostengünstige Verpflegung und Unterkunft an. Das ist eine gute Entwicklung, denn der durchschnittliche Anteil an Stammmitarbeitern beträgt immerhin 61%. In einer Zeit, in der die Fluktuation in vielen Betrieben hoch ist, kann das ein echter Vorteil sein.

Preissteigerungen und Konsumverhalten

<pDoch nicht alles läuft rund. Die Preise für Pizza, Pasta, Schnitzel und Co. sind seit Anfang 2022 stark angestiegen – um mehr als 26% zwischen Januar 2022 und Juli 2025, wie der DEHOGA berichtet. Das schlägt sich auch im Konsumverhalten der Gäste nieder. Viele sind preissensibel geworden, gehen seltener essen oder wählen günstigere Gerichte. Das ist nicht nur ein kleiner Trend, sondern eine spürbare Veränderung. Hoteliers und Gastronomen haben im ersten Halbjahr 2025 real 15,1% weniger Umsatz erzielt als im Jahr 2019. Das ist, gelinde gesagt, ein herber Rückschlag.

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Die Arbeitskosten sind seit 2022 um mehr als 34% gestiegen, und auch die Preise für Lebensmittel und Energie haben sich um etwa 30% erhöht. Viele Betriebe kämpfen mit Personalkosten, die über 40% des Umsatzes betragen, während der Wareneinsatz über 30% ausmacht. In diesem Zusammenhang sind die steigenden Kosten für Energie, Versicherungen und Gebühren nicht zu unterschätzen. Über 72% der Unternehmer konnten in den letzten Jahren notwendige Investitionen nicht tätigen, was zu einer besorgniserregenden Situation führt.

Ein Blick in die Zukunft

<pIm ersten Quartal 2026 zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen der Übernachtungsnachfrage und den realen Umsätzen im Gastgewerbe. Während der Tourismus moderat wächst – mit 25,5 Millionen Übernachtungen in Deutschland und einem Anstieg von 1,2% im Vergleich zum Vorjahr – bleiben die Erlöse aufgrund der Inflation hinter den Erwartungen zurück. Tatsächlich ist das Gastgewerbe seit nunmehr sechs Jahren in Folge im Verlustmodus. Die Belastungen durch Personalkosten, Bürokratie und steigende Energiekosten machen die Situation nicht einfacher.

<pDie Zukunft der Gastronomie und Hotellerie bleibt also spannend, aber auch herausfordernd. Hoffen wir, dass die Branche die richtigen Schlüsse zieht und gestärkt aus dieser Phase hervortritt. Ein bisschen Zuversicht kann nicht schaden, oder? Schließlich zeigt die Geschichte, dass auch nach schwierigen Zeiten wieder bessere Tage kommen können.