In den letzten Jahren hat sich der Tourismus in den Schweizer Bergregionen, insbesondere in Graubünden, zu einem spannenden Thema entwickelt. Während einige Gebiete mit einem Rückgang bei ausländischen Gästen zu kämpfen hatten, zeigt sich besonders in den heißen Sommermonaten eine bemerkenswerte Steigerung der Inlandnachfrage. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Lichtblick für die Hotellerie, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Einheimischen die Schönheit ihrer eigenen Bergwelt mehr denn je zu schätzen wissen.

Im Juni 2023 wurde in Graubünden ein Rekord von über 400.000 Logiernächten verzeichnet – der beste Monat seit den 1990er-Jahren mit einem Plus von 3,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Knapp zwei Drittel dieser Gäste kamen aus der Schweiz, eine Zunahme von 5,1 %. Das Wallis konnte ebenfalls Zuwächse bei inländischen Gästen verzeichnen, wenn auch mit einer leichten Abnahme der Gesamtbelegung aufgrund des fehlenden internationalen Publikums. Die Berner Oberländer Regionen hingegen erfreuen sich einer soliden Auslastung, insbesondere bei ihren treuen Stammgästen.

Ein Blick auf die Zahlen

Die Bündner Beherbergungsbetriebe haben nicht nur in den Sommermonaten floriert. Die Wintersaison 2025/2026 startete mit überwältigenden Übernachtungszahlen – über 605.000 Logiernächte im Dezember 2025, der höchste Wert seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen im Jahr 1992. Dies entspricht einem Wachstum von knapp 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage aus den USA und Kanada hat einen bemerkenswerten Zuwachs erfahren, während die Gäste aus dem Vereinigten Königreich und Italien ebenfalls mehr Interesse zeigten. So stieg die Zahl der italienischen Übernachtungen um satte 27 %!

Es bleibt jedoch nicht unerwähnt, dass die Situation in den Bergregionen nicht ganz ohne Herausforderungen ist. Während die Nachfrage aus Nordamerika weiterhin boomt, ist die Zahl der chinesischen Buchungen in Graubünden fast um 30 % gesunken. Die geopolitischen Spannungen, wie der Iran-Krieg, haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, dass asiatische Gäste ausbleiben. Dennoch zeigt die Stabilität der europäischen und inländischen Nachfrage, dass die hiesigen Destinationen sich nicht unterkriegen lassen. Einheimische Tagesausflüge in die Walliser Berge nehmen bei der Hitze außerdem zu – ein klares Zeichen für die Beliebtheit der Region.

Die Zukunft des Tourismus

Das Bundesamt für Statistik schätzt für Juli 2023 ein Plus von 0,3 % bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat – ein kleiner Lichtblick nach vier rückläufigen Monaten im Schweizer Tourismus. Die Hotellerie Suisse warnt jedoch davor, zu früh zu jubeln. Rückgänge bei asiatischen Gästen könnten die Bilanz der gesamten Branche belasten, während die Zahlen aus Europa und der Schweiz stabil bleiben. Die Tourismusbranche in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Dennoch, die Zahlen sprechen für sich: 2025 war das frequenzstärkste Jahr in der Bündner Hotellerie seit 2010. Wo andere Regionen stagnieren, blühen die Bündner Täler und Destinationen wie St. Moritz und Davos dank der steigenden Nachfrage. Die Kombination aus atemberaubender Natur, hervorragendem Service und einer zunehmend internationalen Klientel könnte die Schweizer Bergregionen in eine neue Ära des Tourismus führen.

Für weitere Informationen und eine tiefere Analyse der aktuellen Trends im Schweizer Tourismus, lohnt sich ein Blick auf die umfassenden Statistiken des Bundesamts für Statistik unter diesem Link.