Mitten im historischen Herzen der Schweiz thront die Burg Rotberg über dem Wallfahrtsort Mariastein und zieht seit 1935 Gäste an, die hier nicht nur übernachten, sondern auch in die Vergangenheit eintauchen können. Diese alte Gemäuer, die schon so viele Geschichten erzählt hat, wird aktuell in zwei Etappen von 2024 bis 2026 renoviert. Diese baulichen Erneuerungen sind nicht nur notwendig, um die Substanz der Burg zu erhalten, sondern auch, um den Anforderungen eines modernen und sicheren Gästebetriebs gerecht zu werden.
Die geplante Sanierung umfasst die Renovierung der zehn Zimmer mit insgesamt 78 Betten. Die neuen, hochwertigen Einbauten und Möbel sollen den Gästen ein komfortables und stilvolles Ambiente bieten. Zudem werden brandschutztechnische Verbesserungen vorgenommen – ein wichtiger Punkt, wenn man bedenkt, dass die Burg Rotberg als eine der zwei Jugendburgen in der Schweiz gilt. Sie steht zusammen mit der Burg Ehrenfels im Domleschg nicht nur für eine Unterkunft, sondern auch für ein lebendiges Erlebnis, das die mittelalterliche Geschichte erlebbar macht.
Ein Ort der Begegnung und des Lernens
Die Fassade und die Aufenthaltsräume der Burg werden punktuell renoviert, wobei das Ziel klar ist: die Aufenthaltsqualität und Funktionalität zu verbessern, ohne den historischen Charakter zu beeinträchtigen. Ein Besuch in der Burg Rotberg ist nicht nur für Übernachtungsgäste ein Erlebnis, sondern auch für Schulklassen und Vereine, die häufig hierher kommen. Die Mehrbettzimmer und das Turmzimmer für zwei Personen bieten eine gemütliche und einladende Atmosphäre.
Ein ganz besonderer Ort in der Burg ist der Rittersaal, in dem die beeindruckende Waffensammlung von Ernst Siefert aus Aesch (BL) ausgestellt ist. Diese Sammlung bringt das Mittelalter direkt zu den Gästen und lässt Geschichte lebendig werden. Und wenn man schon einmal hier ist, warum nicht auch ein Fest feiern? Die Burg bietet sich hervorragend für Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und sogar für die mystische Walpurgisnacht an. So wird die Burg Rotberg zu einem sozialen Treffpunkt, der die regionale Identität stärkt.
Ein Denkmal mit Bedeutung
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg 1413 und zählt heute zu den 15 besonders relevanten und attraktiven Baudenkmälern in der neuen Strategie zur Förderung der Schlösser und Burgen des Kantons Solothurn. Ihre Bedeutung geht über das bloße Dasein als Jugendherberge hinaus: Sie ist ein Lern- und Erlebnisort, der nicht nur den Jugendtourismus fördert, sondern auch dazu beiträgt, Bildung zu vermitteln und die regionale Identität zu stärken.
Die Stiftung Jugendburg Rotberg, die 1980 in Metzerlen-Mariastein gegründet wurde, kümmert sich um den Erhalt und den Betrieb der Burg als Jugendherberge. Sie ist ein Beispiel dafür, wie historische Gebäude sinnvoll genutzt werden können, um sowohl Geschichte zu bewahren als auch einen Ort der Begegnung zu schaffen. Wenn die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, wird die Burg Rotberg zweifellos noch mehr Besucher anziehen und ihre Rolle als kulturelles und touristisches Zentrum weiter festigen.