Heute ist der 25.09.2026, und wenn ich an die Situation der österreichischen Hotellerie denke, kommt mir ein Bild von gemischten Gefühlen in den Sinn. Das Jahr 2023 hat uns viele Höhen und Tiefen beschert, und die neuesten Zahlen zeigen, dass sich die Branche zwar erholt hat, aber die Herausforderungen sind noch lange nicht überwunden. Im Kalenderjahr 2023 wurden in den heimischen Beherbergungsbetrieben stolze 117,89 Millionen Nächtigungen gezählt – das entspricht einem Plus von 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Sommersaison, die bis August dauerte, brachte sogar 63,31 Millionen Übernachtungen und damit ein Wachstum von 2,3 % mit sich.

Doch der August war ein bisschen wie der Zuckerguss auf dem Kuchen, der nicht ganz gelungen ist: Mit 21,33 Millionen Nächtigungen verzeichnete er ein kleines Minus von 0,1 %. Nördlich von uns, in Niederösterreich und dem Burgenland, sieht die Lage nicht ganz so rosig aus. Beide Bundesländer mussten im Jahresverlauf und im Sommer Rückgänge hinnehmen, während sie bei ausländischen Gästen erfreuliche Zuwächse verzeichnen konnten. Komisch, oder? Während die Einheimischen etwas zögerlich sind, strömen die Touristen aus dem Ausland, als wäre das Land ein Magnet für Erholungssuchende.

Der Trend zu Ferienwohnungen

Ein Trend, der sich abzeichnet, sind die Ferienwohnungen. Diese kleinen Rückzugsorte haben in der Sommersaison die höchsten Zuwächse erzielt – ein beeindruckendes Plus von 8,8 %! Im Vergleich dazu hinkt der 1- bis 3-Stern-Bereich hinterher und liegt mit einem Minus von 2,4 % deutlich unter dem Durchschnitt. Die 4- und 5-Stern-Hotellerie konnte allerdings ein Wachstum von 2,3 % verzeichnen. Das zeigt, dass Qualität gefragt ist – die Gäste wollen mehr für ihr Geld. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Erträge in 26 % der Hotelbetriebe gesunken sind und 90 % der Betriebe die Kosten nicht vollständig an die Gäste weitergeben können. Wenn man über steigende Preise nachdenkt, wird einem ganz schwindelig.

Doch es gibt nicht nur Schattenseiten. Georg Imlauer, der Obmann des Fachverbandes Hotellerie der WKÖ, sieht die Zahlen positiv. Es ist ein Zeichen der Resilienz, die unsere Branche auszeichnet. Trotzdem ist der Investitionswille gesunken – nur 53 % der Betriebe planen in den nächsten drei Jahren Investitionen, während 76 % in den letzten drei Jahren investiert haben. Komischerweise fließen über 96 % dieser Investitionen direkt in die regionale Wirtschaft. Das ist doch ein Lichtblick, oder? Schließlich sollten wir die heimischen Betriebe unterstützen, wo wir können.

Der Blick in die Zukunft

Die Herausforderungen sind vielfältig. Steigende Grund- und Vorleistungskosten, sei es für Energie oder Lebensmittel, belasten die Branche enorm. Und der Arbeitskräftemangel? Das bleibt ein ständiger Begleiter. Trotz eines Anstiegs der Beschäftigungsverhältnisse um 3,3 % ist die Situation angespannt. Das Wirtschaftsministerium empfiehlt, die Ausbildungsangebote zu verstärken und die Arbeitsbedingungen attraktiver zu gestalten. Irgendwie ist es ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.

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Die österreichische Tourismusbranche hat 2023 einen deutlichen Wiederaufschwung erlebt, und man kann nur hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Die Zahlen nähern sich dem Niveau von 2019, und für den Sommer 2024 wird ein ähnliches Nächtigungsniveau wie 2023 erwartet, vor allem durch die ausländischen Gäste. Mal sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt. Vielleicht wird der nächste Sommer ein echter Knaller – oder doch nicht? Wer weiß das schon. Eines steht fest: Die Hotellerie bleibt ein spannendes Feld, das uns noch viele Überraschungen bescheren wird.