Zukunftsvisionen für den Städtetourismus: Nachhaltigkeit und Lebensqualität im Fokus
Am 3. September 2026, im Herzen der Hotelbranche, fand im beeindruckenden The Circle Convention Center am Flughafen Zürich die dritte Diskussion über die Zukunft des Städtetourismus statt. Es war ein Event, das die Gemüter bewegte und in dem zahlreiche interessante Perspektiven zur Sprache kamen. Guglielmo L. Brentel, der Präsident von Zürich Tourismus, trat mit einer klaren Botschaft auf: Der Tourismus muss sich ändern! Weg vom reinen Profitdenken, hin zu einem Ansatz, der den Mehrwert für die Bevölkerung, die Wirtschaft und die Umwelt in den Fokus rückt. Das klingt nach einer echten Revolution, nicht wahr?
Ein zentrales Thema war die Verträglichkeit von Tourismus. Die Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg und Lebensqualität der Anwohner ist eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Geopolitische Entwicklungen und technologische Innovationen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Geerte Udo, eine ehemalige Expertin für Tourismusmarketing in Amsterdam, brachte den spannenden Ansatz „Residents first“ ins Spiel. Dabei stehen die Bedürfnisse der ansässigen Bevölkerung an erster Stelle – eine Philosophie, die seit 2019 immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Qualität statt Quantität
Das Ziel? Gäste zu gewinnen, die die lokale Kultur respektieren, die kleinen Geschäfte unterstützen und einen positiven Kontakt zur Bevölkerung pflegen. Das klingt doch nach einer Win-Win-Situation! Ein weiterer Redner, Andrin Willi, ein bekannter Autor und Hoteltester, betonte die Wichtigkeit von persönlichen Erlebnissen für die Gäste. Diese Erfahrungen sind es, die den Aufenthalt unvergesslich machen und zur positiven Entwicklung des Städtetourismus beitragen.
Fabian Villiger, der Vizepräsident von Zürichsee Tourismus, erläuterte, wie kleinere Destinationen durch die Zusammenarbeit mit Zürich Tourismus global besser positioniert werden können – eine spannende Perspektive, die zeigt, dass Kooperationen im Tourismus unerlässlich sind. Und das „Zürich Experience“ bietet eine Fülle von kreativen Ideen und Lösungsansätzen, um den Städtetourismus nachhaltig zu gestalten.
Nachhaltigkeit im Fokus
Doch was bedeutet diese nachhaltige Entwicklung konkret? Nun, in der Praxis gibt es eine Vielzahl von Standards, Labels und Kriterien für Nachhaltigkeit im Tourismus. Allerdings stehen Destinationen oft vor der Herausforderung, die relevanten Informationen zu finden und geeignete Maßnahmen zu identifizieren. Der Leitfaden für Nachhaltigkeit, der kürzlich aktualisiert wurde, zielt darauf ab, Orientierung zu bieten. Hier werden Anforderungen aus bestehenden Systemen in eine praktikable Struktur übersetzt – das klingt nach einer Erleichterung für viele!
Der Leitfaden umfasst Dimensionen, Handlungsfelder und konkrete Ansatzpunkte, die für Destinationen von Bedeutung sind. Ein begleitender Online-Bereich mit QR-Codes führt zu weiteren Informationen und Praxisbeispielen. So wird die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen. Mit rund 1.400 Kriterien aus 18 internationalen und nationalen Systemen hat man hier wirklich eine fundierte Basis geschaffen.
Die Komplexität des Tourismus
Das Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und Tourismus ist ein komplexes Unterfangen. Tourismus umfasst nicht nur die Aktivitäten der Reisenden, sondern auch die damit verbundenen Wirtschaftsbereiche. Die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sind nicht zu unterschätzen. Nachhaltigkeit in diesem Kontext bedeutet, die Dimensionen Umwelt, Soziales und Wirtschaft zu berücksichtigen. Und auch Managementaspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung.
In einem Themenpapier werden verschiedene Modelle und Konzepte zur Messung und Bewertung von Nachhaltigkeit im Tourismus vorgestellt. Diese Steuerungsinstrumente sollen helfen, die Nachhaltigkeit im Tourismus zu fördern und langfristig zu sichern. In einer Welt, in der Transparenz und Nachweisbarkeit von Nachhaltigkeitsmaßnahmen immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es entscheidend, dass sich die Branche diesen Herausforderungen stellt.
Die nächste Austragung des Städtetourismuskongresses ist für den 26. August 2027 geplant. Man darf gespannt sein, welche neuen Ideen und Ansätze dann auf den Tisch kommen werden. Bis dahin bleibt es spannend, wie sich der Städtetourismus in Zürich und darüber hinaus entwickeln wird – immer mit dem Ziel, den Mehrwert für alle zu steigern.
