Am 3. und 4. Juni 2026 trafen sich über 2100 Fach- und Führungskräfte der Schweizer Hotellerie in der Festhalle Bern, um beim Hospitality Summit den Puls der Branche zu fühlen. Nach fünf aufregenden Jahren in Zürich Oerlikon war es eine erfrischende Abwechslung, die Gespräche und Ideen in der Hauptstadt zu bündeln. Das Motto „Zukunft mitgestalten“ schwang durch die Hallen und zog nicht nur die Neugierde, sondern auch die Dynamik der Teilnehmer an.
Inmitten von globalen Entwicklungen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und dem ständigen Wandel in der Gesellschaft zeigte sich die Schweizer Hotellerie als wahres Chamäleon – anpassungsfähig, innovativ und mit einem unerschütterlichen Unternehmergeist. Die Diskussionen drehten sich um die Herausforderungen der Branche: Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit und neue Arbeitsmodelle. Es war faszinierend zu sehen, wie diese Themen nicht nur theoretisch, sondern auch mit konkreten Lösungsvorschlägen angepackt wurden. HotellerieSuisse zog eine durchweg positive Bilanz und betonte, wie wichtig der Dialog für die langfristige Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Branche ist.
Highlights des Events
Ein absolutes Highlight des Summits war die Hospitality Award Night, bei der sich 1250 Gäste versammelten, um die besten Leistungen der Branche zu feiern. Fünf „Stars“, ein „Spotlight Award“ und der renommierte „Prix Jacques Tschumi“ wurden verliehen – eine echte Gala, bei der das Glitzern der Auszeichnungen nur von dem Strahlen der Gewinner übertroffen wurde. Doch nicht nur die Auszeichnungen waren ein Magnet: Der Career Day zog 350 Studierende und Nachwuchskräfte an, die auf der Suche nach Kontakten und Karrierechancen waren. Ein praxisnaher Austausch über die Herausforderungen und Lösungsansätze der Branche schuf eine spannende Plattform für alle Beteiligten.
Doch die Themen des Hospitality Summits sind nur ein Teil des großen Ganzen. Wenn wir in die Zukunft blicken, stehen wir vor weiteren Herausforderungen. Pierre Nierhaus, ein Change-Experte, warnt uns vor den sich wandelnden Gästeerwartungen und dem Fachkräftemangel, die uns in den kommenden Jahren beschäftigen werden. Emotionen werden zum Kapital der Gastronomie: Individualgastronomie und personalisierte Erlebnisse, unterstützt durch neue Technologien, werden immer wichtiger. Die Kombination aus digitaler Innovation und analoger Gastfreundschaft bleibt entscheidend – das zeigt sich besonders in den neuen Konzepten, die sich um hochwertige, regionale Produkte und Genusserlebnisse drehen.
Nachhaltigkeit und neue Trends
Ein weiterer Trend, der sich abzeichnet, ist die Verschiebung hin zu Nachhaltigkeit und Natürlichkeit. Die Verbraucher wünschen sich weniger Gentechnik und mehr pflanzenbasierte Küche. Konzepte wie Zero-Waste-Cuisine und urban farming gewinnen an Bedeutung und zeigen, dass die Branche bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Auch die Nachfrage nach alkoholfreien Getränken wächst – kreative Cocktails und funktionale Drinks treffen den Nerv der Zeit und erfreuen sich steigender Beliebtheit.
Wer hätte gedacht, dass Snacks zu einer eigenständigen Mahlzeitoption avancieren? Die Snackification spiegelt unseren schnellen Lebensstil wider und bietet eine Vielzahl hochwertiger Optionen. Internationale Trends, die Burger, Döner und Tacos umfassen, zeigen, dass die Gastronomie kulturelle Vielfalt zelebriert. Die verschiedenen Zielgruppen, von der Silver Society bis hin zu den jüngeren Generationen, prägen die neuen Konzepte, die auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen.
Am Ende des Tages bleibt die Frage: Wie gestaltet sich die Zukunft der Hotellerie? Eins ist sicher, der Dialog, den der Hospitality Summit angestoßen hat, wird auch in den kommenden Jahren von zentraler Bedeutung sein. Die Branche hat viel Potenzial, und mit einem kreativen Austausch und einem offenen Ohr für die Bedürfnisse der Gäste wird sie sich auch weiterhin behaupten. Was für ein aufregendes Kapitel, das da vor uns liegt!