Heute ist der 29.06.2026 und die Welt der Hotellerie ist in Bewegung. Die Minor Hotels-Gruppe, die sich unter den zehn größten Hotelgruppen weltweit etabliert hat, plant große Schritte im DACH-Raum. Alexander Dürr, der Senior Vice President Operations Central Europe, hat in einem spannenden Video-Interview klargemacht, dass die Expansionspläne weit über die Metropolen wie Berlin, Wien oder München hinausgehen. Städtchen wie Basel, Luzern, Salzburg und Nürnberg stehen ganz oben auf der Liste attraktiver Standorte.

Diese mittelgroßen Städte haben so viel Potenzial, und das hat auch Minor erkannt. Es wird nicht nur nach urbanen Märkten geschaut, sondern auch nach touristischen Regionen in der Schweiz und Österreich. Graubünden, das Berner Oberland und das Wallis bieten sich da geradezu an. Immerhin ist der Bergsommer durch den Klimawandel immer gefragter geworden. Und das ist nicht nur ein netter Trend, sondern eine echte Chance für die Hotellerie.

Flexible Markenstrategie und Asset-Light-Ansatz

Minor verfolgt eine flexible Markenstrategie – das bedeutet, dass sie sich je nach Markt und Nachfrage anpassen können. Das gesamte Markenportfolio steht für die DACH-Region zur Verfügung, was die Möglichkeiten noch spannender macht. Besonders kleinere Boutiquehotels sollen von internationalen Vertriebssystemen und Soft-Brand-Lösungen profitieren. Das klingt nach einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Die Asset-Light-Strategie zeigt, dass Minor primär als Betreiber agiert. Sie legen Wert auf langfristige Beziehungen zu Investoren und entwickeln wirtschaftlich tragfähige Konzepte. Das ist wichtig, denn Wachstum wird nicht um jeden Preis angestrebt. Schließlich muss die wirtschaftliche Funktionalität eines Standorts stimmen, besonders in einer Zeit, in der viele Hoteliers mit Inflation, hohen Betriebskosten und regulatorischen Einschränkungen kämpfen.

Ein Blick in die Zukunft

Mit der Übernahme der NH Hotel Group im Jahr 2018 hat Minor seine Präsenz in Europa erheblich gestärkt. Aktuell betreibt der Konzern rund 640 Hotels in 59 Ländern und hat ehrgeizige Expansionsziele für die kommenden Jahre. Dürr erwartet eine robuste Entwicklung der Hotellerie zwischen 2026 und 2028. Das lässt aufhorchen – gerade in einem konjunkturellen Umfeld, das für die deutsche Hotellerie nach wie vor herausfordernd ist.

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Der Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2025“ zeigt, dass es zwar einen Anstieg bei Zimmerauslastung, Durchschnittspreis und RevPAR für 2024 geben wird, die realen Umsätze der klassischen Hotellerie jedoch weiterhin unter dem Vorkrisenniveau liegen. Und dennoch sieht die Branche optimistisch in die Zukunft. Die Rolle des Tourismus als Impulsgeber für die Wirtschaft wird zunehmend wichtiger, und die Hotellerie selbst gilt als Innovationsmotor in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Es bleibt also spannend zu beobachten, wie Minor Hotels seine Vision umsetzen wird. Die Suche nach neuen Hotelprojekten im Alpenraum ist nur der Anfang. Die Kombination aus einer starken Markenstrategie, der Berücksichtigung stabiler Wirtschaftsstrukturen und einer klaren Fokussierung auf das Leisure-Segment könnte die Wettbewerber, die sich auf urbane Märkte konzentrieren, vor echte Herausforderungen stellen. Die Alpen warten auf neue Ideen – und Minor Hotels scheint bereit zu sein, sie zu bringen!