Heute ist der 28.06.2026 und die Entwicklungen rund um „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen werfen weiterhin ihre Schatten voraus. Fraport AG hat sich entschieden, rund 6000 Quadratmeter Bürofläche in diesem beeindruckenden Bauwerk anzumieten. Die Flächen befinden sich auf den Etagen acht und neun – ideal für das Zentrale Infrastrukturmanagement, das hier seine Zelte aufschlägt. Doch wie immer gibt es auch hier einen kleinen Wermutstropfen: KPMG plant, bis 2028 aus dem Gebäude auszuziehen. Und das könnte zu einem Leerstand von über 50 Prozent führen. Eine düstere Vorahnung, wenn man bedenkt, dass die Abwertung des Gebäudes seit 2019 von rund 950 Millionen Euro auf etwa 517 Millionen Euro gesunken ist – das sind fast 40 Prozent weniger! Ein echter Hammer. Die Zinswende, die Veränderungen auf dem Büromarkt und die Unsicherheiten bezüglich der Vermietungssituation sind die Gründe dafür.

„The Squaire“ ist nicht nur eine gewöhnliche Gewerbeimmobilie. Es gilt als Deutschlands größte gemischt genutzte Gewerbeimmobilie, die 2011 eröffnet wurde. Rund 65 Prozent der Flächen sind Büros, während 30 Prozent für Hotels reserviert sind. Dazu kommen Einzelhandel, Gastronomie und diverse Serviceangebote, die das Gesamtbild abrunden. Zu den Mietern zählen namhafte Unternehmen wie Atos, Michelin, Nemak Europe und Porsche Consulting. Das Gebäude hat einen direkten Zugang zu Terminal 1 des Flughafens und liegt über dem ICE-Fernbahnhof – also wirklich eine perfekte Lage für Geschäftsreisende. Die Auswirkungen der Neuvermietung an Fraport werden sich auf die strukturellen Herausforderungen des Gebäudes erst richtig zeigen, wenn KPMG tatsächlich ausgezogen ist.

Finanzielle Herausforderungen und mögliche Lösungen

Die Eigentümer AGC Equity Partners und Hana Financial haben die Rückzahlung eines Kredits über knapp 540 Millionen Euro um drei Monate verschoben. Das Ziel? Eine langfristige Verlängerung des Kredits mit den Investoren. Die Unsicherheiten, die hier eine Rolle spielen, sind nicht zu unterschätzen. Die Frage bleibt, wie sich die Situation weiterentwickeln wird, besonders in Anbetracht der aktuellen Marktlage. Die Unternehmen, die sich in „The Squaire“ niedergelassen haben, müssen möglicherweise neue Strategien entwickeln, um nicht nur ihre Mietverträge zu halten, sondern auch um die Attraktivität des Standorts zu sichern.

Ein weiteres Thema, das hier nicht vernachlässigt werden sollte, ist die generelle Entwicklung des Büroimmobilienmarktes in Deutschland. Die Trends zeigen, dass viele Unternehmen flexibelere Arbeitsmodelle und hybride Lösungen bevorzugen. Die traditionellen Büroflächen müssen sich anpassen, um attraktiv zu bleiben. Diese Veränderungen werden in den kommenden Jahren sicherlich auch „The Squaire“ betreffen. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich dieser ikonische Bau am Flughafen weiterentwickeln wird und ob es den Eigentümern gelingt, die Herausforderungen zu meistern.