Heute ist der 5. Juni 2026, und wir blicken auf eine turbulente Zeit für die Revo Hospitality Group, die einst stolzer Betreiber von 250 Hotels in ganz Europa war. Was für eine rasante Entwicklung! Vor noch nicht allzu langer Zeit, genauer gesagt bis 2020, startete die Gruppe mit lediglich 51 Häusern und war bis 2026 auf 250 angewachsen. Doch wie so oft im Leben – wenn man zu schnell wächst, kann es auch schiefgehen. Im Januar und Februar dieses Jahres beantragte die Gruppe Insolvenz in Eigenverwaltung für etwa 140 ihrer Gesellschaften beim Amtsgericht Charlottenburg. Ein schwerer Schlag für die Branche und die betroffenen Mitarbeiter.

Insgesamt sind 125 Hotels mit rund 5.500 Angestellten in Deutschland und Österreich betroffen, die jedoch weitergeführt werden sollen. Positiv ist, dass die meisten Arbeitsplätze in den Hotels bestehen bleiben, auch wenn 450 Stellen in der Berliner Unternehmenszentrale wegfallen werden. So wurde am 5. Juni der Verkauf von etwa 120 Hotels an fünf internationale Hotelgruppen und Investoren bekannt gegeben, darunter bekannte Namen wie Motel One, Proark und Dormero. Die genauen Käufer und Kaufpreise sind zwar noch nicht bekannt, aber über 100 Interessenten haben ihr Interesse bekundet, und das macht neugierig!

Ein schmerzhafter Abschied von der Expansionsstrategie

Die Ursachen für die Insolvenz sind vielfältig. Ein zentrales Problem war das rasant gewachsene Geschäftsmodell, das auf Doppel- und Pachtstrukturen basierte. Obwohl die Revo Hospitality Group zuletzt einen Umsatz von etwa 1,3 Milliarden Euro erzielte, hatte sie seit 2014 keine Gewinne erwirtschaftet und war mit 19,9 Millionen Euro überschuldet. Rechtsanwalt Gordon Geiser, der die Geschäftsführung während der Sanierung übernommen hat, steht nun vor der Herausforderung, das Ruder herumzureißen. Die starke Expansion in den letzten Jahren, insbesondere die Übernahme von 60 Hotels der H-Gruppe im Februar 2022, war mit enormen Kosten verbunden. Leider blieben die erhofften Übernachtungszahlen und der geplante Umsatz für 2025 aus. Das ist bitter!

Für die Revo Hospitality Group, die Hotels unter renommierten Marken wie Accor, Hilton, Wyndham und Marriott sowie eigenen Marken wie Vagabond, Hyperion und Aedenlife betreibt, ist dies eine immense Herausforderung. Einige Hotels in der Schweiz, Italien und Frankreich sind nicht vom Insolvenzverfahren betroffen, und es laufen derzeit Übernahmegespräche. Das gibt Hoffnung, zumindest für einen Teil des Unternehmens.

Marktentwicklung und Herausforderungen für die Hotellerie

Die Situation von Revo Hospitality ist jedoch nicht nur ein Einzelfall. Die gesamte Branche sieht sich derzeit mit steigenden Kosten und einem anhaltenden Arbeitskräftemangel konfrontiert. Laut einer aktuellen Studie von Treugast und ETL Adhoga, die die Kennzahlen der deutschen Hotellerie seit Beginn der Corona-Pandemie analysiert hat, rechnen viele Unternehmen trotz der schwierigen Ertragslage mit Umsatzsteigerungen. Maria Grishina, Associate Director bei Treugast, bezeichnet das Jahr 2024 als Wendepunkt für die Hotellerie. Es wird spannend zu sehen, wie sich die Marktbedingungen in den kommenden Jahren entwickeln werden.

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Der Betriebsvergleich Hotellerie 2024/2025 zeigt, dass es eine rückläufige Zahl kleinerer Hotels gibt und die Markenhotellerie an Bedeutung gewinnt. Diese Veränderungen könnten dazu führen, dass einige Unternehmen, ähnlich wie die Revo Hospitality Group, ihre Strategien überdenken müssen. Die Herausforderungen sind groß, und nicht jeder wird es schaffen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Die Revo Hospitality Group steht vor der Frage, wie sie sich neu aufstellen kann, um in einem sich ständig wandelnden Markt zu bestehen. Die Uhr tickt, und die Branche hält den Atem an.