Heute ist der 26.05.2026 und wir blicken in die Zukunft der Hotellerie in der DACH-Region und Südtirol. Eine neue Studie, der „Guest Value Report 2026“, zeigt auf, dass in den Hotels großes Potenzial schlummert, das jedoch oft nicht ausgeschöpft wird. An dieser Stelle möchten wir die wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung beleuchten.
Die Studie basiert auf den Rückmeldungen von 87 Hotels, die über sechs Wochen hinweg ihre strategischen Prioritäten, Zusatzumsätze, Kennzahlen und Wachstumshemmnisse unter die Lupe genommen haben. Dabei stellt sich heraus, dass 56% der befragten Hoteliers die Gästebindung und die Rückkehrer als das größte ungenutzte Umsatzpotenzial sehen. Doch komischerweise landet die Gästebindung auf der Prioritätenliste für die kommenden zwölf Monate ganz hinten. Ein Widerspruch, der zum Nachdenken anregt!
Gästebindung als Schlüssel
Obwohl 55% der Hotels aktiv an der Steigerung direkter Buchungen arbeiten und in Gästebindung investieren, bleibt die Frage: Warum wird dieses wichtige Thema nicht höher gewichtet? Gleichzeitig geben 44% an, den Umsatz pro Gast steigern zu wollen, aber nur 10% messen diesen Wert aktiv. Das ist schon ein bisschen ernüchternd, oder?
Ein weiteres interessantes Detail: 45% der Hotels erfassen die Kennzahl TRevPOR (Total Revenue per Occupied Room) nicht. Hier könnte ein enormer Hebel liegen! 40% der Befragten sehen das größte Zusatzumsatzpotenzial in der Pre-Arrival-Phase, während erstaunliche 81% der Zusatzumsätze während des Aufenthalts generiert werden. Das heißt, man könnte viel mehr aus der Zeit vor dem Check-in herausholen!
Wachstumshemmnisse erkennen
Auf die Frage nach den größten Wachstumshemmnissen nennen 47% der Befragten fehlende Zeit und Prozesse. Hier wird deutlich, dass viele Hotels in ihren internen Abläufen noch Luft nach oben haben. Nur 14% der Hotels verfügen über klar definierte und regelmäßig ausgewertete Prozesse zur Steuerung von Zusatzumsätzen. Das klingt nach einer wahren Goldgrube, die nur darauf wartet, gehoben zu werden!
Die steigenden Vertriebskosten und der Margendruck machen den Umsatz pro Gast immer wichtiger. Und hier zeigt sich: Der größte Wachstumshebel liegt in den internen Prozessen der Hotels. Wenn man hier ansetzt, könnte es schnell nach oben gehen.
Zukunftstrends im Blick
<pDoch wie sieht die Zukunft der Hotellerie bis 2026 aus? Es gibt einige spannende Trends, die diese Entwicklung prägen werden. Die Personalisierung von Erlebnissen wird immer wichtiger. Gäste möchten maßgeschneiderte Angebote und Empfehlungen, die auf ihren Vorlieben basieren. Vielleicht ein spezielles Weinangebot zu einem Jahrestag oder personalisierte Benachrichtigungen – das kommt gut an!
Ein weiterer Trend ist die cloud-basierte Integration, die eine Optimierung der Hotelabläufe ermöglicht. Mit der Verbindung mehrerer Systeme auf einer Plattform können Hoteliers in Echtzeit Updates erhalten und datenbasierte Entscheidungen treffen. Das klingt nach einem großen Schritt in die richtige Richtung.
Der kontaktlose Check-In erfreut sich ebenfalls wachsender Beliebtheit. Mobile Check-Ins über Apps oder Self-Check-In-Kioske machen den Aufenthalt für Gäste komfortabler und entlasten das Personal. Schlüsselloser Zugang zu Zimmern, der über Smartphones oder digitale Codes funktioniert, erhöht zudem die Sicherheit und schont die Umwelt.
Digitalisierte Gästeerlebnisse, wie die Nutzung von Tablets oder Smart-TVs, tragen zur Verbesserung des Aufenthalts bei. Die Entwicklung des Revenue Managements, unterstützt durch KI und Analysen, ermöglicht eine präzisere Prognose von Nachfrage und Preisoptimierung. Hier wird es spannend – die Hoteliers stehen vor der Herausforderung, sich diesen Trends anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben!