Am 11. und 12. Juli 2026 war Rostock-Warnemünde der Schauplatz für eine ganz besondere Veranstaltung: die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten. Mit 30 Fechterinnen aus verschiedenen Ländern – darunter Deutschland, die Ukraine, Argentinien, Polen, Lettland, Israel und der Iran – war die Atmosphäre im Bernsteinsaal einfach elektrisierend. Da war dieser Moment, als ein Teilnehmer verzweifelt nach einem fehlenden Seitenschutz für seinen Rollstuhl suchte. Ein anderer Fechter sprang sofort ein und baute den Schutz von seinem eigenen Rollstuhl ab. Das zeigt einfach, wie stark die Gemeinschaft hier ist!

Die Meisterschaften sind Teil der Warnemünder Woche, die im Jahr 2026 bereits ihre 88. Auflage feiert. Sechs Bahnen waren aufgebaut, und ein Livestream sorgte für professionelle Wettkampfbedingungen. Insgesamt wurden 21 Wettbewerbe in verschiedenen Behinderungsarten ausgetragen – mit Florett, Degen und Säbel, insgesamt 75 Starts. Die Kombination aus hochklassigem Sport und dem Blick auf Strand und Ostsee machte die Veranstaltung wirklich einzigartig.

Ein Event für alle Sinne

Der Verband für Behinderten- und Rehasport Mecklenburg-Vorpommern (VBRS MV) war der Ausrichter dieser Meisterschaften, und das Ganze wurde durch Unterstützung von Stadt und Land mit einem gemeinsamen Bankett am Samstagabend abgerundet. Freiwillige Helfer waren ebenfalls im Einsatz, um die Vorbereitung und den Wettkampf glatt über die Bühne zu bringen. Der Geist der Meisterschaften war spürbar: jeder zeigte seinen sportlichen Ehrgeiz, und die Teilnehmer unterstützten sich gegenseitig – das hat einfach gut getan!

Ein besonderes Highlight war der Besuch von DFB-Vizepräsident Philipp Gorray, der mit den Aktiven und Verantwortlichen über die Herausforderungen des Rollstuhlfechtens sprach. Maurice Schmidt, Paralympics-Sieger, glänzte nicht nur als Athlet, sondern auch als Helfer und Kommentator. Und wenn man mal die Sichtbarkeit des Parafechtsports in der öffentlichen Wahrnehmung anspricht – da gibt’s noch ein großes Potenzial! Es ist wichtig, dass solche Veranstaltungen auch Menschen anziehen, die zuvor wenig Kontakt mit diesem Sport hatten.

Inklusion im Sport: Ein wichtiges Thema

Die Internationalen Deutschen Meisterschaften sind ein Teil eines größeren Ganzen, das sich um Inklusion im Sport dreht. Der DOSB hat eine Übersicht über inklusive Sportangebote und Events für Menschen mit und ohne Behinderungen zusammengestellt. Diese reichen von Wettkämpfen bis hin zu Freizeitcamps. Sport für alle – das ist das Motto! Veranstaltungen wie diese fördern Teilhabe und Diversität und zeigen, was im Bereich des Parasports alles möglich ist.

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Das Engagement von Vereinen, Verbänden und Initiativen ist entscheidend, um erlebbaren Sport für alle zu schaffen. Von Rollstuhlbasketball über Schwimm- und Segel-Events bis hin zu den Special Olympics – die Möglichkeiten sind vielfältig. Und in einer Zeit, in der Sichtbarkeit und Inklusion wichtiger denn je sind, sind Events wie die Meisterschaften in Warnemünde eine Visitenkarte für den Verband und den gesamten Parasport.