Die Hotellerie ist im Umbruch, und das nicht nur in Bezug auf die Preise für Übernachtungen. Immer mehr Hotels, wie die Motel One-Kette, setzen sich aktiv für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ein. In Hamburg und Aachen wurde jetzt ein spannendes Pilotprojekt gestartet, das nicht nur Einwegplastik reduziert, sondern auch zeigt, wie Abfallvermeidung in der Praxis funktionieren kann. Gemeinsam mit WWF Deutschland und der Kühne Logistics University hat Motel One innovative Maßnahmen zur Kreislaufwirtschaft getestet.

In fünf Hamburger Hotels wurde ein Mehrwegsystem für Obstsalatbehälter erprobt, das den Einsatz von 2.261 Mehrwegbehältern mit sich brachte. Das Ergebnis? Ganze 423 Kilogramm Einwegplastik wurden vermieden! Im Motel One Aachen wurde zusätzlich eine getrennte Abfallsammlung in den Gästezimmern getestet, was dazu führte, dass jährlich 4,6 Tonnen Restmüll eingespart werden konnten. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern hat auch die jährlichen Kosten für die Restmüllentsorgung um etwa 30 Prozent gesenkt. Ein echter Gewinn für alle Beteiligten!

Wachsendes Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft

Die Ergebnisse dieser Projekte fließen in einen neuen WWF-Branchenreport ein und sind somit Teil einer größeren Bewegung. Die Integration von Kreislaufwirtschaft in Lieferketten und Abläufe wird evaluiert, und die Erfahrungen sollen auf weitere Standorte übertragen werden. Dies ist besonders wichtig, da die EU bis 2030 vorschreibt, dass 55 Prozent aller Kunststoff-Verpackungen recycelt werden müssen. Ein ehrgeiziges Ziel, wenn man bedenkt, dass die Recyclingrate in der EU im Jahr 2022 nur bei etwa 40 Prozent lag.

Plastikmüll ist nicht nur ein drängendes Umweltproblem, sondern auch eine große industrielle Herausforderung. Ab 2026 wird der Export von Plastikabfällen in Nicht-OECD-Staaten verboten – ein Schritt in die richtige Richtung, aber auch hier muss noch viel getan werden. Es gibt zwei Hauptverfahren des Recyclings: mechanisches und chemisches Recycling. Während das mechanische Recycling als umweltfreundlicher gilt, hat das chemische Recycling noch nicht die Durchschlagskraft, die es braucht. Die Investitionen in chemisches Recycling sollen bis 2030 über sieben Milliarden Euro betragen, aber der Preisdruck auf Recyclingprodukte bleibt eine Herausforderung.

Regulatorische Vorgaben und die Zukunft

Die neue europäische Verpackungsverordnung (PPWR), die am 12. August 2026 in Kraft tritt, zielt darauf ab, Recycling und Ressourcenschutz in Europa zu stärken. Hersteller müssen Maßnahmen zur Reduzierung von Verpackungsabfällen ergreifen und über die Ergebnisse Bericht erstatten. Die Vorgaben sind klar: Ab 2028 müssen Aluminium und Eisenmetalle zu 95 Prozent und Kunststoffabfälle zu 75 Prozent recycelt werden. Das wird nicht nur die Hotellerie betreffen, sondern auch die gesamte Industrie.

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Die Herausforderungen sind vielfältig, aber das Engagement von Unternehmen wie Motel One zeigt, dass es möglich ist, einen Unterschied zu machen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Initiativen weiterentwickeln werden und welchen Einfluss sie auf die gesamte Branche haben. Ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, den wir alle unterstützen sollten.