Heute ist der 12.09.2026 und wir werfen einen Blick auf die turbulente Lage in der Hotelbranche, die momentan sehr stark von der Revo Hospitality Group geprägt wird. Ja, es ist keine einfache Zeit für viele Hoteliers. Die Revo Hospitality Group hat Insolvenzverfahren eingeleitet, und das ist nicht einfach ein weiterer Misserfolg in der langen Liste der Herausforderungen, die die Branche in den letzten Jahren durchgemacht hat. Von insgesamt 178 betroffenen Hotels in Deutschland, Österreich und den Niederlanden stehen 125 bereits zum Verkauf. Das klingt nach einer Menge Bewegung, doch die Hintergründe sind alles andere als erfreulich.

Einige der Hotels haben bereits neue Betreiber gefunden—29 weitere sollen im September und Anfang Oktober folgen. Insgesamt wären das dann 154 Häuser, die den Besitzer wechseln. Das klingt vielversprechend, aber man muss auch die Schattenseiten im Blick haben. Neun Standorte wissen noch nicht, wo die Reise hingeht, und 15 Hotels wurden aufgrund strenger Brandschutzanforderungen geschlossen. Das Mövenpick Hotel in Frankfurt ist ein prominentes Beispiel, das bereits Mitte Februar seine Türen geschlossen hat. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen hier gearbeitet haben, wird einem erst richtig klar, wie tief die Krise in der Branche sitzt.

Die Ursachen der Insolvenz

Die Gründe für diese Insolvenz sind vielfältig und reichen von Kaufzurückhaltung im Hotel- und Gastgewerbe über hohe Inflation bis hin zu gestiegenen Betriebskosten. Auch die Personalkosten sind in die Höhe geschnellt und der Fachkräftemangel gibt seinem eigenen, traurigen Lied zum Besten. Man kann fast schon von einer perfekten Sturmsituation sprechen, die die Branche hart getroffen hat. Die Erholung nach der Pandemie scheint zudem langsamer vonstattenzugehen als erhofft.

Interimsgeschäftsführer Gordon Geiser und Benedikt de Bruyn betonen, dass es keinen harten Stichtag für die Übergaben gibt. Das lässt Raum für Spekulationen darüber, wie die neuen Betreiber die übernommenen Hotels führen werden. Ein Lichtblick könnte die Sanierung sein, auf die Revo bei den Verkäufen setzt. Es wird gesagt, dass die Verkaufserlöse im dreistelligen Millionenbereich liegen könnten. Das könnte der Branche ein wenig Luft zum Atmen geben.

Die nächsten Schritte

Investoren wie Prism, Leonardo Hotels, B&B Hotels, Motel One und Brown Hotels haben bereits Interesse an einigen Standorten bekundet. Da kommen wir ins Spiel: Motel One wird das Hyperion Hotel in Salzburg als Cloud One Hotel führen. Man fragt sich, wie die neuen Konzepte und Ansätze die Hotels beleben werden. Bis zum Jahresende soll feststehen, wie es mit jedem einzelnen Hotel weitergeht. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Sanierung und die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs bleibt. Das Schutzschirmverfahren soll genau das erreichen.

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Der Fall des Vienna House in Bad Godesberg, das kürzlich von einem indischen Unternehmen übernommen wurde und dabei Kündigungen auslöste, zeigt, wie sensibel und verletzlich die Branche ist. Der gesamte Sektor steht vor der Herausforderung, sich neu zu erfinden und den veränderten Marktbedingungen anzupassen. Die Frage bleibt, ob wir die Hotels, die so viele von uns mit Erinnerungen verbinden, bald wieder in altem Glanz erstrahlen sehen oder ob sie für immer in der Versenkung verschwinden.