Revo-Hotels in der Krise: Wer rettet die europäische Hotellerie?
Heute ist der 17.06.2026. Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat die europäische Hotelwirtschaft in Aufruhr versetzt. Wer hätte gedacht, dass ein Unternehmen, das einst mit einem Stadthotel in Leipzig begann und auf über 250 Hotels anwuchs, so einen dramatischen Rückschlag erleiden würde? Plötzlich fragt sich die gesamte Branche: Wer übernimmt die Revo-Hotels, und was passiert mit all den Arbeitsplätzen, die auf dem Spiel stehen?
Die Nachricht von der Insolvenz, die im Januar 2026 bekannt gegeben wurde, betrifft rund 125 Hotels in Deutschland und Österreich. Tausende von Mitarbeitern bangen um ihre Zukunft. Die Diskussion über die Möglichkeit, das Portfolio entweder als Ganzes zu verkaufen oder in mehrere Teile aufzusplitten, ist in vollem Gange. Dabei könnte eine Aufteilung auf verschiedene Betreiber strategische Vorteile mit sich bringen.
Die potenziellen Käufer
Fünf internationale Gruppen scheinen als mögliche Käufer in Betracht zu kommen: B&B Hotels, der Investorenkreis rund um Motel One, die Fattal-Gruppe mit ihren Leonardo Hotels, die israelische Gruppe Around und die indische Hospitality-Plattform Oyo. Jeder dieser Akteure hat seine eigenen Ambitionen und Strategien, die das Bild der deutschen Hotellerie nachhaltig beeinflussen könnten.
B&B Hotels hat sich von einer französischen Budgetmarke zu einem der größten Hotelnetzwerke Europas entwickelt. Sie könnten wirtschaftlich starke Stadthotels übernehmen und ihre Marktanteile weiter ausbauen. Motel One, mit rund 100 Hotels, könnte eine neue Betreiberplattform mit verschiedenen Marken entwickeln – und das könnte spannend werden! Die Leonardo Hotels, die zur Fattal-Gruppe gehören, sind bekannt für ihre Integrationsfähigkeit und könnten viele Revo-Hotels nahtlos in ihr Portfolio einfügen.
Die Ambition der Around-Gruppe, als Investor zu expandieren, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Und schließlich könnte Oyo, ursprünglich aus Indien, durch die Übernahme von Revo-Häusern eine bedeutende Präsenz in Deutschland erreichen. Ein interessanter Mix aus Budget- und Economy-Häusern für B&B, designorientierten Unterkünften für Motel One, Midscale- und Upscale-Hotels für Leonardo sowie langfristigen Strategien für Around und technologieaffinen Betrieben für Oyo. Da wird einem ganz schwindelig!
Einfluss und Zukunft der Hotellerie
Der Gründer der Revo Hospitality Group, Ruslan Husry, hat eine bemerkenswerte Unternehmergeschichte. Trotz der Risiken, die mit seinem schnellen Wachstum verbunden sind, bleibt sein Einfluss auf die europäische Hotellerie unbestritten. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Branche nach dieser Insolvenz neu ordnen wird. Die bestätigten Informationen deuten darauf hin, dass wir möglicherweise vor einer der größten Neuordnungen der deutschen Hotellerie stehen – und das hat das Potenzial, alles zu verändern.
Die Schweizer Revo-Hotels könnten möglicherweise gemeinsam weitergeführt werden, da sie operativ erfolgreich waren. Das wäre eine kleine Hoffnungsschimmer für die betroffenen Mitarbeiter und die Gäste, die die Qualität dieser Hotels schätzen. Es bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen zwischen den potenziellen Käufern und den Insolvenzverwaltern verlaufen werden. Eins steht fest: Die nächsten Monate werden entscheidend für die Zukunft der Revo-Hotels und die gesamte Branche sein.
