Heute ist der 13.08.2026. Wenn man sich umschaut, sieht man, dass der Schwarzwald nicht mehr nur für die Deutschen ein Urlaubsziel ist. Immer mehr Südeuropäer, vor allem aus Spanien und Italien, entdecken die Schönheit dieser Region. Die Zahlen sprechen für sich: Knapp 199.000 Übernachtungen spanischer Gäste im Jahr 2022 bedeuten einen Anstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wenn man bedenkt, dass diese Übernachtungen seit 2015 um satte 64 Prozent zugenommen haben, wird klar, dass der Schwarzwald für viele zum neuen Sommerparadies geworden ist.

Das kühle Klima ist ein echter Magnet. Während in Südeuropa die Temperaturen oft unerträglich hoch sind, finden Touristen hier die ersehnte Abkühlung. Und so wird der Begriff „Coolcation“ immer beliebter – ein Wortspiel, das die Kombination aus cooler Erholung und aufregenden Urlaubserlebnissen zusammenfasst. Der Hochschwarzwald hat in den letzten Jahren besonders von diesem Trend profitiert. Hier haben wir Zuwächse bei spanischen Touristen gesehen, die zwischen 11 und 46 Prozent liegen. Das ist doch mal eine Ansage!

Der Hochschwarzwald und seine Geheimnisse

Der Titisee, einer der bekanntesten Orte im Schwarzwald, verzeichnete im letzten Jahr fast doppelt so viele Besucher aus Spanien und Italien im Vergleich zu 2021. Das Wasser des Sees, die idyllische Landschaft und die frische Luft – alles Dinge, die die Urlauber anziehen. Die Tourismusverbände betonen immer wieder, dass die hohen Temperaturen in den Heimatländern der Gäste eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Urlaubsziels spielen. Diese Entwicklung wird durch gezielte Werbekampagnen im spanischen Markt unterstützt, die von der Schwarzwald Tourismus GmbH ins Leben gerufen wurden.

Ein weiterer Pluspunkt für Freiburg: Der Stadtführer Cardenio Vásquez Avilés bietet kostenlose Stadtführungen in spanischer Sprache an. Diese Führungen sind besonders in den Sommermonaten und zur Weihnachtszeit sehr nachgefragt. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Stadt an die neuen Besucher anpasst – die Sprache und die Kultur sind deutlich spürbar. Die Stadt wird lebendiger, bunter und ein bisschen internationaler.

Die Rolle der digitalen Medien

Um die Südeuropäer zu erreichen, wurden moderne Online-Kampagnen gestartet. Werbung auf Plattformen wie Google und Facebook zieht die Aufmerksamkeit der Reisenden auf sich. Eine kreative Idee: Eine mit künstlicher Intelligenz generierte Schwarzwaldmarie fungiert als Botschafterin in diesen Kampagnen. Das klingt nicht nur innovativ, sondern zeigt auch, wie ernst man es hier mit den neuen Zielgruppen nimmt. Auch die Berichterstattung durch spanische und italienische Medien und Influencer über den Hochschwarzwald nimmt zu. So wird die Region immer bekannter und attraktiver.

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Die Tourismusbranche im Schwarzwald hat im Jahr 2024 die meisten Übernachtungen aller Zeiten verzeichnet. Und das, obwohl viele spanische Touristen den Schwarzwald oft nur als Zwischenstopp auf größeren Reisen durch Deutschland nutzen. Mit durchschnittlich zwei Übernachtungen gibt es hier aber viel zu entdecken: die regionale Küche, alte Schwarzwaldhöfe und kulturelle Sehenswürdigkeiten ziehen die Urlauber an.

Ein Blick in die Zukunft

Die Prognosen sind vielversprechend. Bis 2025 könnten spanische und italienische Touristen zusammen für nahezu 400.000 Übernachtungen im Schwarzwald sorgen. Das wären fast viermal so viele wie 2015! Fast jeder vierte Gast im Schwarzwald kommt mittlerweile aus dem Ausland. Das zeigt uns, dass der Schwarzwald nicht nur ein Geheimtipp, sondern ein ernstzunehmendes Ziel für internationale Urlauber geworden ist.

Egal, ob es die kühlen Temperaturen sind, die beeindruckende Natur oder die herzliche Gastfreundschaft – der Schwarzwald hat seinen Platz auf der Urlaubskarte der Südeuropäer gefunden. Und das ist erst der Anfang.