Heute ist der 24.06.2026. Ein Blick auf die aktuellen Geschehnisse in der Hotelbranche zeigt, dass die Wellen hoch schlagen. Die Revo Hospitality Group, Betreiber von hunderten Hotels in Europa, hat Insolvenz angemeldet. Die Situation ist angespannt, und über 5.500 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe. Besonders betroffen sind mehrere Hotels, wie das Mövenpick Hotel Frankfurt City und das Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen, die ihren Betrieb bereits eingestellt haben. Man fragt sich: Wie kann es so weit kommen?

Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren rasant vergrößert – von 51 Hotels im Jahr 2020 auf stolze 250. Das klingt nach einem Traum, doch die Realität sieht anders aus: Hohe Integrations- und Finanzierungskosten, gepaart mit steigenden Energie- und Personalkosten, drücken auf die Bilanz. Und das sind nur einige der Herausforderungen, denen sich die Branche stellen muss. Verwirrte Reisende sollten sich vor einer Buchung besser direkt beim Hotel erkundigen, ob alles rund läuft. Die Unsicherheit ist nicht zu unterschätzen.

Motel One plant Übernahmen

Inmitten dieses Chaos plant die Motel One Gruppe, die Übernahme des Betriebs von Hotels in vier europäischen Ländern. Die Details stammen aus einer Zusammenschlussanmeldung bei der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde. Konkret möchte die Motel One Austria GmbH das H+ Hotel Salzburg und das H2 Hotel Wien Schönbrunn übernehmen, die bisher von Revo betrieben wurden. Doch damit nicht genug: Auch acht Hotels in Deutschland sowie jeweils ein Hotel in Polen und Ungarn stehen auf der Liste. Wo genau – das bleibt aktuell noch ein Rätsel.

Die betroffenen deutschen Standorte sind laut der BWB in Städten wie Baden-Baden, Bielefeld und München. Das sind allesamt beliebte Reiseziele, die für Motel One eine vielversprechende Expansion darstellen könnten. Interessanterweise haben die Kieler Immobilien, die zuvor von Revo betrieben wurden, bereits einen neuen Mietvertrag mit Motel One erhalten. Das zeigt, dass es in der Branche auch Lichtblicke gibt, trotz der vielen Herausforderungen.

Die Zukunft der Revo Hospitality Group

Die Lage für Revo ist ernst. Insolvenzverwalter suchen nach neuen Betreibern für die zahlreichen Hotels, und über 100 Interessenten haben bereits Unterlagen zu den Hotelportfolios angefordert. Dennoch bleibt die Zeit nicht stehen: Rund 20 Bieter haben verbindliche Angebote abgegeben. Die Frist für die kartellrechtlichen Prüfungen in Österreich endet am 16. Juli 2026 – ein entscheidendes Datum, das die Zukunft vieler Hotels bestimmen könnte.

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Zusätzlich hat die Betreibergesellschaft des Steigenberger Grand Hotel Bad Pyrmont Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, bleibt aber vorerst im Geschäft. Ein Lichtblick inmitten des Sturm, könnte man sagen. Doch die Probleme sind nicht nur auf Revo beschränkt. In den letzten 15 Monaten sind auch andere große deutsche Hotelbetreiber wie Lindner und Achat in die Insolvenz geraten. Die Fixkosten, insbesondere die langfristigen Pacht- und Franchiseverträge, sind ein gemeinsames Übel, das viele in der Branche belastet.

Die Situation ist angespannt, und die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Branche stabilisieren kann. Während Reisende die Lage im Blick behalten, bleibt abzuwarten, wie sich die Übernahmen und die Insolvenzverfahren entwickeln. Bleibt zu hoffen, dass die Hotels bald wieder einladend sind und die Gäste sich wohlfühlen können – denn darauf kommt es letztlich an.