In der pulsierenden Welt der Gastronomie ist The Duc Ngo eine wahre Größe. Der gebürtige Hanoier, der im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie nach Deutschland kam, hat sich mit seiner einzigartigen Kombination aus asiatischen und europäischen Einflüssen einen Namen gemacht. Sein neues Buch „Neue asiatische Küche“ ist nicht nur ein Bestseller, sondern auch ein Spiegelbild seiner gastronomischen Philosophie. Im Sommer eröffnete er die „Manon Brasserie“ im Roomers Hotel in Berlin-Charlottenburg, die mit einem französischen Soulfood-Konzept und seinen ganz eigenen Akzenten begeistert.

Die Geschichte von Ngo ist geprägt von Herausforderungen und einer unermüdlichen Leidenschaft für das Kochen. Aufgewachsen in Berlin-Spandau, wuchs er mit den Aromen seiner vietnamesischen Wurzeln auf und lernte schon früh die ersten Handgriffe in der Küche von seinem Onkel. Sein Weg führte ihn durch verschiedene gastronomische Stationen, von Imbissen über Systemgastronomie bis hin zu renommierten Restaurants. 1999, mit nur 24 Jahren, eröffnete er sein erstes eigenes Restaurant, Kuchi, in der Kantstraße. Das war der Beginn einer beeindruckenden Reise durch die deutsche Gastronomielandschaft.

Ein Pionier der Fusion-Küche

Der Begriff „Fusion-Küche“ ist bei The Duc Ngo nicht nur ein Trendwort, sondern eine Lebenseinstellung. Er hat die Fusion-Küche in Deutschland maßgeblich geprägt und stets an die sich verändernden Marktbedingungen angepasst. Mit mehr als einem Dutzend Restaurants, darunter das Moriki in Frankfurt und zwei Cocolo-Restaurants in Berlin, hat er ein Imperium aufgebaut, das sich durch Vielfalt und Kreativität auszeichnet. Seine Gerichte sind eine gelungene Mischung aus asiatischen und europäischen Einflüssen, wobei er oft mit Zutaten wie Fischsauce und Sojasauce arbeitet.

Trotz seines Erfolgs hat Ngo sich nicht nur auf den Lorbeeren ausgeruht. Es war sein Ziel, mindestens einen Michelin-Stern zu erkochen, auch wenn diese Ambition in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund gerückt ist. In einem Podcast beschrieb er, dass er Konzepte entwickeln und umsetzen möchte, sich aber auch rechtzeitig zurückziehen kann. Diese innovative Denkweise zeigt sich nicht nur in der Küche, sondern auch in seiner Herangehensweise an Restaurantempfehlungen. Im Ausland orientiert er sich mehr am Guide Michelin als an der Liste „World’s 50 Best“.

Ein Blick in die Zukunft

Die gastronomische Landschaft ist ständig im Wandel, und The Duc Ngo ist bereit, sich diesem Wandel zu stellen. Mit seinen neuen Projekten, wie dem Le-Duc-Salon in der Berliner Kantstraße und dem kürzlich eröffneten Le Duc Tegernsee, zeigt er, dass er auch weiterhin an der Spitze der kulinarischen Innovation stehen möchte. Seine Küche ist nicht nur ein Ausdruck seiner Identität, sondern auch eine Einladung an alle, die Vielfalt und Kreativität in der Gastronomie schätzen.

Die Reise von The Duc Ngo ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man durch harte Arbeit, Leidenschaft und ein Gespür für Trends im gastronomischen Bereich erfolgreich sein kann. Seine Geschichte ist nicht nur die eines Kochs, sondern auch die eines kulturellen Botschafters, der seine Wurzeln in die Moderne übersetzt und dabei die Herzen seiner Gäste erobert.