Heute ist der 9.06.2026, und in der Welt des Gastgewerbes gibt es wieder einmal spannende Neuigkeiten. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat sich jüngst zu der aktuellen Auslegung der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) geäußert. Ein Thema, das für viele Hoteliers und Gastronomiebetriebe von großer Bedeutung ist und zugleich eine gehörige Portion Unsicherheit mit sich bringt.
Der IHA kritisiert, dass Hotels und Gastronomiebetriebe möglicherweise als Hersteller von Verpackungen eingestuft werden könnten, sobald ihr Logo auf diesen abgebildet ist. Das klingt zunächst wie eine Kleinigkeit, doch die Realität sieht anders aus. Otto Lindner, der Vorsitzende des IHA, macht klar: „Wir sind Anwender von Verpackungen, nicht deren Hersteller.“ Das ist ein entscheidender Punkt, denn wenn diese Einstufung Realität wird, könnte das für viele Betriebe erhebliche Konsequenzen haben. Die aktuellen Leitlinien der EU-Kommission gehen davon aus, dass Unternehmen mit eigenem Branding auch Einfluss auf die Gestaltung und Zusammensetzung von Verpackungen haben – in der Praxis jedoch werden diese meist von spezialisierten Herstellern entwickelt und produziert.
Bürokratie und Belastung für kleine Betriebe
Die Folgen einer solchen Einstufung wären für viele kleine und mittelständische Unternehmen dramatisch. Man spricht hier von umfangreichen Vorgaben zu Verpackungsdesign und Dokumentation, die eine zusätzliche Bürokratie und höhere Kosten mit sich bringen würden. Der IHA warnt zudem vor unterschiedlichen nationalen Interpretationen der Regelung innerhalb der EU, die Wettbewerbsverzerrungen zur Folge haben könnten. Das ist natürlich das Letzte, was die Branche braucht, vor allem in einer Zeit, in der sie sich ohnehin noch von den Auswirkungen der Pandemie erholt.
Markus Luthe, der Hauptgeschäftsführer des IHA, betont die Notwendigkeit einer bürokratiearmen Umsetzung der Umweltziele der PPWR. Die Verbände fordern die EU-Kommission auf, klarzustellen, dass Gastgewerbe- und Einzelhandelsunternehmen nicht als Hersteller gelten, wenn sie standardisierte Verpackungen verwenden. Ein klarer Standpunkt, der in der Branche auf breite Zustimmung stößt!
Ein Blick auf die Verordnung (EU) 2025/40
<pDoch was genau steckt hinter der Verordnung (EU) 2025/40, die am 19. Dezember 2024 vom Europäischen Parlament und dem Rat verabschiedet wurde? Diese Verordnung betrifft nicht nur Verpackungen, sondern auch Verpackungsabfälle und bringt einige Änderungen mit sich. Sie hebt die alte Richtlinie 94/62/EG auf und ändert gleichzeitig die Verordnung (EU) 2019/1020 sowie die Richtlinie (EU) 2019/904. Was das bedeutet? Nun, das betrifft den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und kann weitreichende Folgen für die ganze Branche haben.
Die Veröffentlichung im Amtsblatt, die am 22. Januar 2025 stattfand, zeigt, dass die EU mit der neuen Verordnung einen schärferen Kurs in Bezug auf Verpackungen und deren Entsorgung einschlägt. Der Zugang zu den Dokumenten ist in mehreren Sprachen möglich, was die internationale Zusammenarbeit und das Verständnis erleichtern soll. Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, findet alle relevanten Infos unter diesem Link.
Die Debatte um Verpackungen und die damit verbundenen gesetzlichen Regelungen ist also in vollem Gange. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickeln wird und welche Maßnahmen die EU letztendlich treffen wird, um den Belangen der Hotellerie und Gastronomie gerecht zu werden. Bis dahin heißt es: Abwarten und Tee trinken – oder in diesem Fall vielleicht lieber ein gutes Glas Wein genießen!