Heute ist der 14.05.2026 und in der deutschen Hotellerie gibt es gleich mehrere spannende Entwicklungen zu berichten. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat seinen neuen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht, der einen tiefen Einblick in das vergangene Geschäftsjahr 2025 gibt. Diese Jubiläumsausgabe ist vollgepackt mit interessanten Kennzahlen und dem Blick auf die aktuelle Lage der Branche. Wer jetzt denkt, das sei alles nur trockene Zahlenkost, der irrt sich gewaltig!

Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag 2025 bei respektablen 68,1 Prozent – ein kleiner Aufwärtstrend von 0,9 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch ist der Netto-Zimmerpreis um 2,8 Prozent auf 109 Euro gesunken, und der RevPar fiel auf 74 Euro. Das sind nicht gerade die besten Nachrichten für die Hoteliers, vor allem in Anbetracht der 497,4 Millionen Übernachtungen, die ein neuer Höchstwert sind. Aber halt! Auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im klassischen Beherbergungsgewerbe ist um 40,1 Prozent gestiegen – das macht nachdenklich.

Herausforderungen und Chancen

Die steigenden Kosten in fast allen Bereichen setzen den Betrieben ordentlich zu. Deutschland hat eine hohe Kostenstruktur im europäischen Vergleich und kämpft mit moderaten Zimmerpreisen. Otto Lindner, der Vorsitzende der IHA, fordert dringend politische Maßnahmen, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern. Ein Vorschlag, der in diesem Kontext immer wieder diskutiert wird, ist die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie auf 7 Prozent ab dem 1. Januar 2026. Und das ist nur der Anfang! Es braucht auch wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen, Bürokratieabbau und verlässliche Energiepreise.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Sicherung von Fachkräften und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um die Branche zukunftssicher zu machen. Die IHA hat sich hier nicht lumpen lassen und stellt den Report auf einer breiten Datenbasis zusammen, unterstützt durch externe Branchenexperten – eine solide Grundlage für die bevorstehenden Veränderungen.

Übernachtungszahlen im Detail

<pDie Übernachtungszahlen für 2025 sind durchaus aufschlussreich. Mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen steht ein Plus von 0,3 % im Vergleich zu 2024 auf dem Konto. Besonders bemerkenswert ist der Dezember 2025: 32,0 Millionen Übernachtungen – ein Rekord für diesen Monat! Die Inlandsübernachtungen haben sich ebenfalls positiv entwickelt und lagen bei 413,7 Millionen, während die Auslandsübernachtungen mit 83,8 Millionen einen leichten Rückgang um 1,8 % im Vergleich zu 2024 verzeichneten.

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Komischerweise zeigt sich, dass der Anteil ausländischer Gäste auf 16,8 % gesunken ist – 2024 waren es noch 17,2 %. Aber nicht alles ist verloren: Die Übernachtungen auf Campingplätzen sind um 4,2 % gestiegen, was die Beliebtheit dieser Unterkunftsform unterstreicht. Übernachtungen in Ferienunterkünften blieben nahezu konstant mit einem Plus von 0,2 %.

Ein Blick in die Zukunft

Die Prognose für 2026 sieht eine weitere Zunahme der Übernachtungen vor, was Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung der Branche gibt. Angesichts der Herausforderungen, die die Hotellerie in den letzten Jahren durchgemacht hat, ist das eine positive Nachricht. Doch die Branche muss jetzt anpacken – die Zeit des Jammerns ist vorbei. Der Markt hat sich gewandelt, und es ist an der Zeit, mit frischen Ideen und innovativen Ansätzen neue Wege zu gehen.

Der Report ist für IHA-Mitglieder im Extranet kostenfrei verfügbar, für Nicht-Mitglieder gibt’s ihn für 395 Euro, Bildungseinrichtungen können ihn für 125 Euro erwerben. Das sind Investitionen in die Zukunft, die sich auszahlen können. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die deutsche Hotellerie in den kommenden Jahren entwickeln wird – es bleibt auf jeden Fall aufregend!