Heute ist der 20.05.2026 und der Blick auf die Zahlen aus der deutschen Hotellerie und Gastronomie lässt uns alles andere als ruhig schlafen. Der Umsatz im Gastgewerbe ist im März 2026 im Vergleich zum Vorjahr um real 5,2 % gesunken. Das klingt schon mal nicht gut! Aber halten wir uns nicht nur an den negativen Aspekten fest. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preissteigerungen, gab es einen Anstieg um 2,5 %. Das ist schon mal ein Lichtblick – auch wenn die Realität einen ganz anderen Eindruck hinterlässt. Der reale Umsatz hat das Niveau von März 2022 erreicht. Man kann also fast sagen, wir sind wieder dort, wo wir vor Jahren waren.
Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt, dass Hotels und Beherbergungsunternehmen im März 2026 ein Umsatzminus von 5,6 % im Vergleich zu Februar 2026 hinnehmen mussten. Das ist schon ein ganz schöner Rückschlag – sowohl real als auch nominal. Vergleicht man die Entwicklungen mit dem Vorjahresmonat, so sieht es so aus, als hätten die Betriebe im Vergleich zu März 2025 real um 4,2 % verloren, während der nominale Umsatz um 2,6 % zulegte. In der Gastronomie war die Lage ebenfalls nicht rosig: Hier sank der Umsatz real um 5,7 % im Vergleich zu März 2025 – nominal aber dennoch um 2,3 % gestiegen. Man fragt sich, wo die Gäste geblieben sind.
Rückblick auf 2024 und 2025
<pZurückblickend auf die Umsatzentwicklung von 2024 zeigt sich ein ähnliches Bild: Der reale Umsatz im Gastgewerbe ist um 2,6 % gesunken im Vergleich zu 2023, während nominal ein kleiner Zuwachs von 0,6 % zu verzeichnen war. Besonders erschreckend ist der Vergleich mit dem Jahr 2019, dem Vor-Corona-Jahr. Hier liegt der reale Umsatz 13,1 % niedriger, doch nominal sind wir um 9,9 % drüber. Das lässt sich sicherlich nicht schönreden – die Corona-Nachwirkungen sind nach wie vor spürbar.
In der Beherbergungsbranche ging der reale Umsatz 2024 um 0,4 % zurück, während der nominale Umsatz um 2,4 % zulegte. Im Vergleich zu 2019 sieht es auch hier düster aus: Der reale Umsatz ist um 4,9 % gesunken, aber nominal liegt man 15,6 % darüber. Die Gastronomie hat es da noch schwerer: Ein Rückgang von 3,8 % beim realen Umsatz gegenüber 2023 und ein dramatischer Rückgang von 15,8 % im Vergleich zu 2019 – das sind schon Zahlen, die einen nachdenklich stimmen. Komischerweise stieg der nominale Umsatz jedoch um 0,5 %. Man fragt sich, wie das zusammenpasst.
Ursachen und Herausforderungen
Die Ursachen für diese Umsatzrückgänge sind vielfältig und schmerzhaft. Steigende Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal setzen den Betrieben ordentlich zu. Zudem kam die Anhebung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 7 % auf 19 % wie ein Schlag ins Gesicht. Die veränderte Nachfrage durch ein anderes Konsumverhalten nach der Pandemie und der Personalmangel, der mittlerweile fast als Dauerzustand gilt, machen es den Betrieben nicht einfacher. Da bleibt kaum Zeit zum Durchatmen.
Um das Ruder rumzureißen, sind viele Gastgewerbebetriebe gefordert, Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung zu ergreifen. Investitionen in energieeffiziente Geräte und erneuerbare Energien sind unter den Betrieben ein heiß diskutiertes Thema. Flexible Arbeitsmodelle und Automatisierung könnten helfen, die Personalkosten zu optimieren. Regelmäßige Kalkulationen und die Einführung von Premium-Angeboten stehen ebenfalls auf der Agenda. Nachhaltigkeit wird immer wichtiger – nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch um die Betriebskosten zu senken. Reduktion von Lebensmittelverschwendung und Optimierung des Wasserverbrauchs sind da nur einige Punkte, die angepackt werden müssen.